Anschlag auf Pokemon-Weltmeisterschaft verhindert

Anschlag auf Pokemon-Weltmeisterschaft verhindert

Veröffentlicht am 01/09/15 - bei CasinoToplists Nachrichten

Eine schreckliche Tragödie hätte sich auf der diesjährigen Pokemon-Weltmeisterschaft in Boston, USA, beinahe zugetragen. Moment: Pokemon-Weltmeisterschaft? Es gibt eine Pokemon-Weltmeisterschaft? Ja, die gibt es und zu der trafen sich in diesem Jahr mehr als 1000 Spieler und zahllose Zuschauer – und unter denen waren auch zwei Männer, die ein ganz anderes Ziel vor Augen hatten: Eine tödliche Veranstaltung.

Die Pokemons begeistern als Serie und als Spiel, als Plüschfigur oder als Shirt schon seit 1995 (20 Jahre!) Menschen auf der ganzen Welt. So sehr, dass es sogar eine Weltmeisterschaft für das Spiel gibt. Wir spielen eben gern – nicht nur im Online Casino oder abends am Poker-Tisch mit Freunden. Wir spielen gern und noch besser ist es, wenn wir uns dabei mit anderen messen können.

Wohl auch deshalb hatten sich mehr als 1.000 Spieler aus aller Welt am 21. August in Boston versammelt. Sie wollten herausfinden, wer der beste Pokemon-Spieler der Welt ist und diesen in jeder Kategorie mit 10.000 Dollar belohnen. Unter den vielen Zuschauern befanden sich auch zwei junge Männer, die bei diesem Event nicht mit Können glänzen, sondern ihr Waffen-Arsenal sprechen lassen wollen: James Stumbo (27) und Kevin Norton (18).

Hinweise bei Facebook

Die beiden jungen Männer sollten in der „Masters Division“ antreten und kündigten ihre Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Sozialen Netzwerken an. Aber nicht so, wie man sich das eigentlich vorgestellt hätte. James und Kevin posteten Bilder von echten Waffen und beschrieben die mit den Worten „killing the competition“. Sie wollten den Wettkampf tödlich machen. Ein schrecklicher Plan.

Zum Glück waren einige Leser der seltsamen Postings geistesgegenwärtig genug, die Polizei zu informieren. Diese durchsuchte die beiden verzweifelten Pokemon-Fans und nahmen sie in Arrest. Wie sich herausstellte waren die prahlerischen Fotos mit echten Waffen im Netzwerk offenbar kein Fake. Die Polizei stellte eine 12-Kaliber Flinte sowie ein Schnellfeuer-Gewehr sicher. Waffen, mit denen die beiden Männer verheerendes hätten anrichten können.

„Sie hätten viele Menschen verletzen können“, so Paul Fitzgerald vom Bostoner Polizeipräsidium. Die Beamten haben gute Arbeit geleistet und „eine potentielle Tragödie verhindert“. Zum Glück. Denn ein Massaker auf einer Pokemon-Weltmeisterschaft hätte sich wohl niemand vorstellen können.

Wer trägt die Schuld?

Warum die beiden eine so schreckliche Tat planten, wird wohl erst das Verhör und die sicherlich folgende Gerichtsverhandlung zeigen. Die Verantwortung dafür tragen sie ganz sicher, auch wenn glücklicherweise niemand verletzt wurde. Aber wer trägt die Schuld dafür, wenn junge Menschen zu Gewalt neigen? Viele zeigen da sofort mit dem Finger auf die Videospiele.

Und tatsächlich hat die Iowa State University 2009 in einer Studie festgestellt, dass das sogar Video-Spiele im Cartoon-Stil die Gewaltbereitschaft bei Kindern steigen lassen. Vermutlich ist das wieder nur der beliebte Sündenbock, nach dem immer gesucht wird, wenn es um solche Taten geht. Sicher kann man im persönlichen Umfeld oder in der Psyche der Beiden realistischere Gründe dafür finden, warum James Stumbo und Kevin Norton eine solch schreckliche Tat in Erwägung zogen.

Man mag von Sozialen Netzwerken halten was man will, in diesem Fall bleibt den Menschen nur, sich bei den Freunden der Beiden zu bedanken, die geistesgegenwärtig auf die hass-erfüllten Fotos reagiert und die Polizei benachrichtigt haben. Sodass auch diese Pokemon-Weltmeisterschaft zu einer friedlichen werden konnte.