Belgien straft Online-Spieler ab

Belgien straft Online-Spieler ab

Veröffentlicht am 18/05/15 - bei CasinoToplists Nachrichten

Es ist unser Nachbarland und doch hört man nicht viel aus Belgien. Doch jetzt sorgt das Land in der Online Casino Branche Negativ-Schlagzeilen. Nachdem in Deutschland bereits ein Spieler seinen Online-Gewinn zurück zahlen musste, wurden in Belgien nun mehrere Spieler zu Strafen verurteilt, weil sie auf Glücksspiel-Plattformen ohne belgische Lizenz gespielt hatten.

Deutschland nimmt sich das Nachbarland in diesem Fall hoffentlich nicht so sehr als Vorbild, denn in Belgien sind die gesetzlichen Regeln was das Online Glücksspiel angeht, sehr strikt. Die dortige Regierung geht harsch gegen Anbieter vor, die im Land Online Glücksspiel anbieten wollen. Natürlich gibt es trotzdem Online Casinos und Sportwetten-Angebote – und nun geht Belgien im Kampf gegen das Glücksspiel im Internet noch einen Schritt weiter:

Spieler, die auf einer nicht lizenzierten Plattform Einsätze gemacht haben, werden zu Geldstrafen verurteilt. Die Belgische Glücksspiel-Kommission hat gegen 79 Spieler Strafen erhoben, die auf BetClic gespielt hatten. Einem Anbieter, der für Belgien keine Lizenz hat. Die Spieler müssen bi szu 200 Euro Strafe zahlen, weil sie unerlaubte Wetten abgeschlossen haben.

Höhere Strafen könnten folgen

Es ist wahrlich keine schöne Meldung, aber dennoch muss sie erzählt werden, denn auch in Deutschland könnte sich die Situation für Spieler verschärfen, wenn sich am Glücksspielstaatsvertrag nichts ändert. Denn auch hierzulande ist Online Glücksspiel nicht gestattet – oder nur in sehr Grenzen. Lotto-Tipps beispielsweise können inzwischen auch Online abgegeben werden. Das war es aber dann auch schon weitgehend. Die Sportwetten-Lizenzen lassen noch auf sich warten, Online Casinos sind nach wie vor verboten.

In Belgien hat man die Spieler offenbar gerade erst für sich entdeckt und sucht nun die Abschreckung getreu dem Motto: Wer nicht hören will, muss fühlen – und in diesem Fall bezahlen. Spieler, die höhere Einsätze auf Online-Plattformen ohne belgische Lizenz machen, müssen auch mit höheren Strafen rechnen. Bis zu 16.000 Euro sollen High-Stakes-Spieler zahlen müssen.

Strafen andernorts eher lasch

In anderen Ländern sind die Strafen für Spieler eher lasch – auch in Deutschland, wenn man einmal vom aktuellen Fall eines Blackjack-Spielers ausgeht, der seinen Gewinn zurück zahlen musste. Das Glücksspiel im Internet wird eher wenig verfolgt, viele Spieler bewegen sich deshalb in dieser rechtlichen Grauzone und spielen trotzdem. Auch in den USA, wo viele mit harten Bandagen gegen das Online Glücksspiel kämpfen, wird gegen einzelne Spieler selten vorgegangen. 

In Belgien soll sich das nun ändern. Belgien hatte schon immer eine andere Stellung beim Thema Online Casinos & Co. Fast alle Mittel hat man dort eingesetzt, um gegen das unerlaubte Glücksspiel vorzugehen. Es gibt eine schwarze Liste und IP-Sperren für große Anbieter wie z. B. William Hill. Und nun müssen auch die Spieler daran glauben. Für die deutschen Spieler bleibt nur zu hoffen, dass sich die deutschen Behörden daran kein Beispiel nehmen – oder noch besser: Sich bald etwas an der rechtlichen Situation in Deutschland ändert.