Britische Regierung will Bitcoins regulieren

Britische Regierung will Bitcoins regulieren

Veröffentlicht am 30/03/15 - bei CasinoToplists Nachrichten

Die virtuelle Währung Bitcoin zieht inzwischen nicht mehr nur die Aufmerksamkeit von IT-Spezialisten oder Casino Spielern auf sich, weltweit haben auch Regierungen und Finanz-Experten ein Auge auf die Währung, die so ohne staatliche Regulierung auskommt. Das soll sich zumindest in Großbritannien bald ändern, dort will man die bislang schwer fassbare virtuelle Währung nun mit Hilfe von Geldwäsche-Gesetzen in geregelte Bahnen lenken.

Einem Bericht des britischen Finanzministers zufolge soll die Innovationskraft der Währung nicht eingedämmt werden, man unterstütze Innovationen in diesem Bereich; man wolle aber verhindern, dass die Bitcoin-Währung für kriminelle Machenschaften genutzt werde. „Es gibt genügend Möglichkeiten, die Währung zu überwachen, ohne deren Innovationskraft zu unterdrücken,“ findet auch Tom Robinson, Vorstandsmitglied der UK Digital Currency Association.

Ein bisschen muss man den Briten diesen Vorstoß ja schon zu Gute halten, denn immerhin beschäftigt man sich hier mit der Währung und erkennt die Möglichkeiten, die sie bietet, ohne sie gleich als Hirngespinst und „Teufelszeug“ abzutun. Die Bank of England sieht für diese so genannten „Crypto-Währungen“ tatsächlich sogar eine „sehr vielversprechende“ Zukunft. Denn immerhin ermögliche Bitcoins sichere Transaktionen zwischen zwei Stellen, ohne eine dritte Partei, also eine Bank.

Im gleichen Atemzug warnte die Bank of England allerdings – verständlicherweise, denn immerhin wären Bitcoins eine ernstzunehmende Konkurrenz auch für die Geschäfte der Bank – auch vor der virtuellen Währung. Die weltweite Verbreitung von Bitcoins könnte sich negativ auf die Wirtschaft auswirken, Betrug sei ein ernstzunehmendes Risiko.

Nun will man in Großbritannien versuchen, die Bitcoins zu regulieren. In der nächsten Legislaturperiode sollen die Beratungen darüber beginnen. Es sollen Schlüsselfragen geklärt werden, wie beispielsweise, ob Anti-Geldwäsche-Gesetze auch auf die digitale Währung angewendet werden können. Sogar Forschungsgelder sollen in Bitcoins investiert werden, um das Potential der Technologie weiter zu erforschen.

„Digitale Währungen wie Bitcoins haben das Potential, traditionelle Währung zu ersetzen. Und deshalb müssen sie an das System der Zentralbanken und an Regulierungssysteme angeschlossen werden“, heißt es im Bericht des Finanzministers weiter. Ein echtes Kompliment also für die Währung, die derzeit noch kaum im Alltag genutzt wird, aber auch ein klares Signal hin zu mehr Aufsicht. Denn irgendwie will der Staat halt doch den Finger auf der virtuellen Währung haben, so innovativ sie auch sein mag.

Bleibt abzuwarten wie in Großbritannien am Ende wirklich mit Bitcoins umgegangen wird und ob sich auch andere Länder die Vorgehensweise zum Vorbild nehmen und sich weniger ablehnend, dafür aber klar regulierungswütig gegenüber der „neuen“ Währung verhalten werden.