Glücksspiel und Psychologie
Februar 05, 2010
Das menschliche Spielverhalten fasziniert Psychologen seit langem. Konkurrenz und Wettbewerb, aber auch das Spiel im Team und die jeweiligen Auswirkungen dieser Rahmenbedingungen auf die Psyche der Beteiligten sind häufig Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Der langjährige Schwachweltmeister Emanuel Lasker versuchte mehrfach, die Motivation für das Spiel zu erklären: "Im Leben werden Partien nie so unstrittig gewonnen wie im Spiel; das Spiel gibt uns Genugtuungen, die das Leben versagt", begründete er einmal die Lust am spielerischen Kräftemessen. Friedrich Schiller ging sogar noch weiter: "Es ist das Spiel und nur das Spiel, das den Menschen vollständig macht", bekannte der Dichter und Dramatiker.
Poker & Mediendesign: Anno Saul - Der Mann hinter den Everest-Pokerspots
Februar 04, 2010
Anno Saul ist einer der renommiertesten Filmemacher und Drehbuchautoren Deutschlands. Geboren 1963 in Bonn, lernte er sein Handwerk an der HFF München und begann seine Regie-Laufbahn wie viele andere deutsche Filmkünstler beim Fernsehspiel: 1987 entstand "Entführung für Anfänger" nach einem eigenen Drehbuch, bereits drei Jahre später erhielt der junge Regisseur den Max Ophüls-Preis für den Kurzfilm "Unter Freunden". Im Rahmen des ZDF-Fernsehspiels realisierte er seine ersten Langfilme, 1999 folgte das Kinodebüt mit dem viel beachteten Spielfilm "Grüne Wüste".
Dragan Galic: Vom Servicetechniker zur EPT - ein Portrait
Februar 03, 2010
Viele Poker-Profis geben Berufe in der Wirtschaft für eine Spielerkarriere auf, andere besitzen akademische Grade in Mathematik oder Philosophie. Dragan Galic kommt dagegen aus einem ganz anderen Bereich: Der 35-jährige entdeckte früh seine Liebe zu Motoren, bildete sich folgerichtig zum KFZ-Mechaniker aus und wurde Servicetechniker bei BMW. Das technische Verständnis lag Galic im Blut, sein erstes Auto baute er sich bereits vor der Führerscheinprüfung ganz nach seinen Vorstellungen selbst zusammen.
Black-Jack Profis, Teil IV: Tommy Hyland
Februar 02, 2010
Tommy Hylands Status als Black Jack-Legende liegt nicht nur in seinen spielerischen Erfolgen begründet, sondern auch in seinen außergewöhnlichen Führungsqualitäten. Die ungewöhnliche Langlebigkeit seines Kartenzählerteams, das 2009 sein dreißigjähriges Bestehen feiern konnte, ist einzigartig in der Black Jack-Profiszene und wird hauptsächlich auf Hylands Fähigkeiten als Teamleader zurückgeführt. Wie kein Zweiter hat er es immer verstanden, seinen Teammitgliedern Loyalität und Vertrauen zu vermitteln und so dem zersetzenden Argwohn entgegenzuwirken, der viele andere Teams in Pechsträhnen auseinander brechen ließ.
Mensch statt Maschine? Aufregung um Automatenroulette in Wiesbaden
Februar 01, 2010
Sie wären nicht der erste Berufsstand, der Mechanisierung, Automatisierung oder Digitalisierung zum Opfer fällt: Die Rede ist von Casino-Croupiers. Wie die Tageszeitung Frankfurter Rundschau* kurz vor Weihnachten berichtete, sorgt eine Neuerung im Casino Wiesbaden unter den Beschäftigten für erhebliche Unruhe.
Einsatz technischer Hilfsmittel beim Glücksspiel: Was ist legal, was nicht?
Januar 29, 2010
Vor kurzem stellten wir unseren Lesern mathematische und physikalische Systeme vor, mit deren Hilfe es angeblich möglich ist, den Hausvorteil der Spielbank zu überwinden. Handfeste Beweise gibt es dafür in den seltensten Fällen: Die Chancen eines Spielers, z.B. durch "Kesselgucken" beim Roulette Vorteile zu erlangen, bewerten Experten ähnlich hoch wie die Wahrscheinlichkeit, dem Bodensatz in der Kaffeetasse die eigene Zukunft entnehmen zu können - obwohl es Spieler gibt, die behaupten, sich dieser Methode mit guten Resultaten zu bedienen. Das einzige System, das erwiesenermaßen Aussicht auf Erfolg hat, ist das von David O. Thorp entwickelte Kartenzählen beim Black Jack, weswegen Casinos auch umgehend Hausverbote aussprechen, wenn sie einen Gast des "Zählens" verdächtigen.
Online oder Offline-Poker? Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Januar 28, 2010
Was haben Antoine Saout, der vor wenigen Wochen als Drittplatzierter den Final Table des diesjährigen Main Event der World Series of Poker verließ, und Annette Obrestad, erste Main Event-Gewinnerin der WSOPE und jüngster Champion aller Zeiten, gemeinsam? Sie spielten einige Jahre Online-Poker und triumphierten dann bei hochkarätigen Live-Events. Die beiden sind nur einige Beispiele. Kann man daraus schließen, dass Online-Pokerräume als Trainingslager für das "wirkliche Leben" funktionieren? Reichen ein paar Jahre Online-Übung, um es danach mit den ganz Großen dieser Welt aufzunehmen?
Schauspieler und Poker: Mads Mikkelsen
Januar 27, 2010
In seiner Heimat Dänemark ist er schon lange ein Star, dem internationalen Publikum wurde er erst als Bond-Bösewicht Le Chiffre in Casino Royale (2006) bekannt. Im Film wird das Duell zwischen ihm und 007 ganz zeitgemäß in Form eines High Stakes-Texas Hold'em-Turniers ausgetragen - in früheren Filmen hatte der berühmte Agent immer eine gewisse Vorliebe für Baccara/Chemin de fer zum Ausdruck gebracht.
Backgammon-Portrait: Bob Wachtel
Januar 26, 2010
Backgammon fasziniert immer mehr Menschen, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass einige der populärsten Pokerstars sich zu ihrer Faszination für dieses Spiel bekennen. Kein Zufall: Backgammon ist, wie Texas Hold'em, eine raffinierte Mischung aus Strategie- und Glücksspiel. Dan Harrington gewann vor seiner Pokerkarriere Backgammon-Meisterschaften, der Däne Gus Hansen setzt sich nicht nur bei der WSOP an die Tische, sondern auch bei der weitaus weniger bekannten WSOB - der World Series of Backgammon, die er zum Teil auch kommentiert.
Black-Jack Profis, Teil III: Max Rubin
Januar 25, 2010
Max Rubin ist eines von nur siebzehn Mitgliedern der Black Jack Hall of Fame. Er gilt als einer der weltweit führenden Experten für Glücksspiel, war Analyst und Kommentator der World Series of Black Jack und schrieb unzählige Artikel und Beiträge zum Thema. Er ist außerdem einer der wenigen Sachverständigen, der - anstatt seine Kenntnisse auszunutzen, um ein Vermögen am Spieltisch zu machen - in gewisser Weise die Seiten wechselte: Mit seinem Wissen über Spielertricks und Spielsysteme beriet er die größten Casinos und Entertainment-Unternehmen - auch WSOP-Veranstalter Harrah's hatte ihn auf der Gehaltsliste.
Vertrauenskrise im Online-Poker? Gedanken zu einem Beitrag Michael Pirros
Januar 22, 2010
Im vergangenen Jahr berichtete CasinoTopLists mehrfach über die Vertrauenskrise, die das Bekanntwerden des Superuser-Skandals bei der Pokerplattform Ultimate Bet ausgelöst hatte.
Interpol und der Wettskandal: Nichts wird gut
Januar 21, 2010
Der noch längst nicht aufgearbeitete Wettskandal, der zum Jahresende zuerst den internationalen Fußball, dann auch andere Sportarten wie ein Erdbeben erschütterte, bleibt nicht ohne Folgen. Genau wie im Kampf gegen Doping soll die internationale kriminalpolizeiliche Organisation, besser bekannt unter ihrem Kurznamen Interpol, die Sportverbände bei der Eindämmung krimineller Umtriebe unterstützen.
Shootingstars Made in Germany: Junge deutsche Pokerprofis
Januar 20, 2010
Das Jahr 2009 markiert den Beginn einiger viel versprechender Pokerkarrieren, die auch dazu beitragen dürften, Deutschlands Position im internationalen Pokergeschehen zu verbessern. Drei von ihnen stellen wir kurz vor: Die Wahl-Berlinerin Sandra Naujoks ist Pokerfans schon länger ein Begriff. Seit ihrem Turnierdebüt 2008 reihte die Grafikdesignerin und Eventmanagerin, genannt "Black Mamba", einen Erfolg an den anderen: Dem Final Table bei der CAPT 2008 in Graz, dem Triumph bei der Europameisterschaft 2008 in Baden und der Auszeichnung als "Europe's Leading Lady" bei den European Poker Awards folgte im März 2009 der ultimative Ritterschlag: Die geheimnisvolle Schöne (Markenzeichen: schwarze Kleidung, Cowboyhut und Zigarre) gewann die European Poker Tour in Dortmund. Sandra Naujoks ist Team PokerStars Pro Germany-Mitglied und engagiert sich für Projekte in Kambodscha und Namibia. Spiegel-Pokerkolumnist Lasse König gewährte sie in einem Interview seltene Einblicke in ihr Leben jenseits des Pokertisches: Gefragt, was sie mit den 900.000 Euro gemacht habe, die ihr der Sieg in Dortmund eintrug, antwortete sie: "Ich hab meine Familie bedacht, Papa hat eine Harley bekommen, Oma eine Küche und Mama hab ich das Haus eingerichtet." Sie selbst will sich irgendwann ein Haus in Las Vegas kaufen und eine Spendenorganisation aufbauen, für deren Finanzierung sie möglichst viele Pokerprofis gewinnen will. Die Poker-Lady aus Dessau wird am Pokertisch oft als unnahbar, undurchdringlich und eiskalt wahrgenommen, außerhalb der Pokerwelt beweist sie viel Herz für Menschen in weniger wohlhabenden Teilen der Welt.
Zur Herkunft und Geschichte von Craps
Januar 19, 2010
Craps, das Spiel mit den markanten roten Würfeln mit den weißen Augen, zieht viele Casinogänger in seinen Bann, auch wenn das Geschehen an den Craps-Tischen auf den ersten Blick hoffnungslos chaotisch und verwirrend wirkt. Vielen, denen nach einer ersten Auseinandersetzung mit den Craps-Regeln der Kopf raucht, dürfte es deshalb wie blanker Zynismus erscheinen, dass das Spiel als Vereinfachung aus dem älteren, aus England stammenden Spiel Hazard hervorgegangen sein soll. Dieses wiederum wurde angeblich während eines Kreuzzuges, ganz genau genommen während einer Belagerung erfunden - mit anderen Worten: Den Rittern war vor allen Dingen kreuzlangweilig, weswegen sie offenbar Zeit hatten, Spiele mit äußerst komplexen Wettsystemen zu ersinnen und zu spielen. Die belagerte Burg trug übrigens die Bezeichnung Hazarth: Der Name des Spiels leitet sich also nicht, wie oft fälschlich angenommen wird, von dem englischen Wort hazard (dt. Gefahr, Risiko) her.
Black-Jack Profis, Teil II: Edward O. Thorp
Januar 18, 2010
Das wichtigste vorweg: Edward O. Thorp war kein professioneller Black Jack Spieler. Was hat er also in unserer Serie über dieses Thema zu suchen? Wie schon im ersten Teil über Ken Uston klar wurde, ist es kaum möglich, einen Artikel über dieses Thema zu schreiben, ohne auf den legendären Professor am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) Bezug zu nehmen. Sein Name ist außerhalb etablierter Mathematiker-Kreise wenigen bekannt, auf seine Geschichte jedoch wurde spätestens durch den erfolgreichen Spielfilm "21" (2008) ein breiteres Publikum aufmerksam.