Casinos Austria wollen Liechtensteiner Lizenz

Veröffentlicht am 06/04/11 - bei Ander Samson Nachrichten

Das kleine Fürstentum Liechtenstein kennt man als Steuerparadies und winzigen Alpenstaat zischen der Schweiz und Österreich. Derzeit ist Liechtenstein aber aus einem anderen Grunde in aller Munde: Das Fürstentum vergibt derzeit die Konzession für eine Spielbank.

Zwei Bewerber gibt es schon, darunter auch die Casinos Austria. Die drängen in den Nachbarstaat und wollen dort ein Casino betreiben, so berichten verschiedene Liechtensteiner Zeitungen.

Wirtschaft und Staatshaushalt sollten von einer Aufhebung des Glücksspielverbotes profitieren und so wurde das alte Gesetz aus dem Jahre 1949 vergangenes Jahr aufgehoben, Glücksspiel damit in Liechtenstein aus der Illegalität gehoben. Doch damit war die Lösung des Problems noch nicht gefunden: Ein Anbieter musste her. So wurde die Lizenz für das Betreiben einer Spielbank in Liechtenstein ausgeschrieben. Bis zum 31. März 2011 und gegen eine Bearbeitungsgebühr von  20.000 Franken konnten sich Interessenten um die Konzession bewerben. Zwei Bewerber sind es nun.

 

Zwei Bewerber, zwei Ideen

Die Casino Vaduzerhof AG, bei der die Casinos Austria mitmischen und die Casino Admiral AG, die zur Novomatic-Gruppe gehört, haben sich um die Liechtensteiner Casino Lizenz beworben. Wer den Zuschlag für die auf sechs Jahre beschränkte Lizenz am Ende bekommt, ist derzeit noch unklar. Fest steht, dass beide Konkurrenten interessante Pläne für das erste Casino in Liechtenstein haben.

Denn geplant ist in Liechtenstein ein großer Hotel-Komplex im Zentrum der Hauptstadt Vaduz. Der soll auch ein Casino beinhalten, das im Falle des Zuschlags für die Vaduzerhof AG von Casinos Austria betrieben werden soll. Denn die Casinos Austria interessieren sich nicht für die Führung des Hotels, lediglich das Casino würde man gerne betreiben

Während Casino Vaduzerhof auf dem Areal des früheren Vaduzerhofs ein Hotel mit mehr als 100 Zimmern bauen möchte, das Wellnessbereich, mehrere Restaurants und ein Casino enthalten soll, will man bei Konkurrenten Casino Admiral das Hauptaugenmerk auf das Casino lenken. An der Aeulestraße im Vaduzer Städle soll eine Spielbank entstehen, die auch über 14 Hotelzimmer verfügen soll. Auch hier soll es einen Fitness- und Wellnessbereich sowie ein Restaurant geben.

 

Arbeitsplätze für Zuschlag interessant?

Ein großes Hotel mit Casino (Casino Vaduzerhof AG) soll rund 65 Millionen Franken kosten und ungefähr 150 Arbeitsplätze entstehen lassen. Billiger kommt die Casino Admiral AG weg: Das Casino mit Hotel soll 40 Millionen Franken kosten und 92 Arbeitsplätze bringen.  Ob auch die Arbeitsplätze neben der Idee und der Tragfähigkeit für die Entscheidung, wer den Zuschlag erhalten wird, ist ungewiss. Hohe Arbeitslosigkeit ist in dem kleinen Staat kein großes Thema.