Ceasars expandiert nach Südkorea

Ceasars expandiert nach Südkorea

Veröffentlicht am 25/03/14 - bei Admin, Admin Nachrichten

Mit einem knapp 795 Millionen schweren Casino-Projekt will Ceasars Entertainment Südkorea erobern. Das Unternehmen hat die initiale Zustimmung dafür erhalten, einen Casino-Komplex in der Nähe der Hauptstadt Seoul und des Flughafens Incheon International zu errichten. Eine Lizenz für Glücksspiel fehlt aber bisher.

Das Großprojekt soll drei Hotel-Türme mit insgesamt 760 Zimmern umfassen, es würde Koreas größter Casino-Komplex. Umgesetzt wird es von Ceasars, der Immobilienfirma „Lippo Group“ aus Hong Kong und einem nicht näher genannten Bauunternehmer aus Korea. Das Resort soll hauptsächlich auf internationale Touristen ausgerichtet sein, so das Südkoreanische Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus. Es würde sich damit einreihen in die Liste der 16 bereits im Land bestehenden Casinos, die nur den Touristen zugänglich sind.

Vermutlich ist die Entscheidung, einen neuen Casino-Komplex zu errichten, Teil des Versuchs, mehr zahlungskräftige Touristen aus China ins Land zu locken. Der chinesische Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren dank der stabilen Mittelschicht und lockererer Bestimmungen der chinesischen Regierung rasant entwickelt. Die „Korea Tourismus-Organisation“ erwartet bis 2020 pro Jahr 10 Millionen chinesische Besucher im Land. Ein Wachstum von 53 Prozent im Vergleich zu 2012.

Auf dem Weg nach Osten

Für Ceasars Entertainment bedeutet das neue Casino einen essentiellen Schritt in Richtung Ferner Osten, denn Ceasars ist bislang das einzige große Casino aus Las Vegas, das noch keine Repräsentanz in Asiens Glücksspiel-Hochburg Macao hat. Eine Gegend, die allein 2013 45,2 Milliarden Dollar an Glücksspiel-Einnahmen erzielt hat. Ceasars fehlt also ein Stück vom großen Kuchen.

Noch hat Ceasars allerdings keine Lizenz erhalten, im neuen Casino-Komplex selbst auch Glücksspiel anbieten zu dürfen. Es geht bislang nur um den Bau, für die Lizenz muss sich das Unternehmen separat bewerben. Doch es dürfte angesichts der wirtschaftlichen Vorteile für die Region nicht schwer sein, eine solche zu bekommen. Der Bau des Resorts allein würde Caesars zufolge „Tausende von Arbeitsplätzen“ schaffen und 3.500 dauerhafte Arbeitsplätze nach Abschluss des Baus sichern.

„Wir freuen uns über die Chance, unser Netzwerk und unsere Marke nach Asien zu bringen“, so Ceasars CEO Gary Lovemann. Im gleichen Atemzug sagte er aber, dass die Zusammenarbeit noch finalisiert werden müsste, es fehlt offenbar auch noch ein weiterer Investor. „Reise nach Südkorea haben zugenommen und wir freuen uns, ein Weltklasse-Reiseziel errichten zu dürfen, um Koreas Wirtschaft und den dortigen Tourismus weiter zu unterstützen. ... Wir sind dankbar, dass die Regierung uns die initiale Zusage gemacht hat und damit den Weg geebnet hat für unser erstes ganzheitliches Resort in Korea.“