Ceasars schließt Casino in Atlantic City

Ceasars schließt Casino in Atlantic City

Veröffentlicht am 30/06/14 - bei Admin, Admin Nachrichten

Atlantic City ist die zweite große Glücksspielstadt in den USA, doch es läuft nicht gut für das Glücksspiel an der Ostküste. Viele Casinos verlassen das sinkende Schiff, so auch Ceasars Entertainment mit seinem „Showboat“ Casino. Das soll am 31. August geschlossen werden.

 

Vier Casinos betreibt Ceasars Entertainment (CE) in Atlantic City und für das „Showboat“ läuft es nicht gut.

„Wir bedauern die Auswirkungen, die die Schließung auf die mit dem Casino verbundenen Menschen haben wird.“

„Wir glauben aber auch, dass es ein wichtiger Schritt ist, um unser Geschäft in Atlantic City zu stabilisieren...“, so CE CEO Gary Loveman. Seit 2006 seien die Einnahmen um mehr als 3 Milliarden Dollar zurück gegangen und der Wettbewerb habe sich verstärkt.

Diese Entwicklung habe zu der Entscheidung geführt, das „Showboat“ zu schließen. Es war ein hartes Jahr für die Casinos an New Jerseys Küste. Im Januar musste der „Atlantic Club“ schließen, Versuche, das legendäre Casino zu verkaufen, scheiterten im Vorfeld. Im Juni meldete dann auch das „Revel“ den Bankrott – das Casino wird derzeit abgewickelt und könnte auch bald geschlossen werden.

Für die Angestellten der Casinos sind diese Entscheidungen hart – stehen sie doch vor dem Nichts und es dürfte schwer sein, in Atlantic City in der selben Branche wieder Fuß zu fassen. Wenn das „Showboat“ schließt, stehen immerhin 2.100 Angestellte des Casinos vor der Situation, sich neue Jobs suchen zu müssen. Doch Loveman zufolge will das Unternehmen diesen Menschen dabei helfen, in den weiteren Casinos von CE eine Anstellung zu finden, sei es in Atlantic City oder anderswo im Land.

Der Markt in Atlantic City scheint seine Sättigungsgrenze erreicht zu haben. Vielleicht sind es schon zu viele, um alle rentabel betreiben zu können. Hinzu kommt auch der aufkeimende Wettbewerb aus den benachbarten Bundesstaaten. Denn nicht mehr New Jersey ist die Nummer Zwei hinter Nevada, sondern Pennsylvania. New Jersey musste seit 2006 40 Prozent seines Umsatzes einbüßen.

Und auch in New York wird das Glücksspiel weiter ausgebaut – New Jersey könnte weitere Spieler verlieren. Umfragen zufolge sagen 12 Prozent der Spieler in New Jersey, dass sie in New York spielen wollen, sobald dort die ersten Casinos eröffnen.

Für das „Showboat“ jedenfalls sind die letzten Tage gezählt. Das Casino im „Mardi Gras“ Look eröffnete 1987 und wurde 1998 von Ceasars übernommen. Es ist das kleinste der Casinos von CE in Atlantic City was die Einnahmen betrifft, hat aber auch die geringsten Unterhaltungskosten. Trotzdem will CE das Casino nicht länger halten. Bis zum 31. August geht es für das „Showboat“ noch weiter, danach müssen sich die Spieler mit den anderen Casinos der Stadt behelfen.