Die fünf verrücktesten Casino-Wetten

Veröffentlicht am 06/04/11 - bei Nicolas Reuss Nachrichten

Wir werfen einen Blick auf die fünf verrücktesten Wetten in der Geschichte des Casino-Glücksspiels.

5. Die größte Event-Wette in der Geschichte

Heutzutage kann man auf praktisch alles wetten – wer wird der nächste Superstar oder wann werden wir Leben auf dem Mars entdecken. Diese sogenannten „Novelty Bets“ - oder Event-Wetten - können sehr unterhaltsam sein, aber nur wenige professionelle Spieler gewinnen auf lange Sicht mit solchen Event-Wetten – wenn sie überhaupt daran teilnehmen.

Die unglaublichste Geschichte mit solchen Event-Wetten ist 1989 einem unbekannten Engländer passiert. Er ging zu seinem lokalen Buchmacher und setzte £30 auf bestimmte Ereignisse, die vor dem Jahr 2000 eintreffen sollten. Folgende Vorhersagen hat er gemacht.

  • Der Sänger Cliff Richards wird zum Ritter geschlagen. Chance: 4:1
  • Die irische Band U2 bleibt zusammen. Chance: 3:1
  • Die britische Seifenoper „Eastenders“ wird immer noch auf BBC ausgestrahlt. Chance: 5:1
  • „Neighbours“ wird immer noch im britischen Fernsehen gezeigt. Chance: 5:1
  • Die TV-Show „Home & Away“ gibt es noch. Chance: 8:1

Die Chancen, dass all diese Dinge wirklich passieren würden, standen 6.479 zu eins. Ein paar Tage nach der Jahrtausendwende ging der glückliche Spieler schließlich zu seinem Buchmacher und bekam £194.400 ausbezahlt – die größte Novelty Bet der Geschichte.

 

4. Ashley Revell setzt alles auf eine Drehung

2004 wollte der junge Brite Ashley Revell all seinen Besitz los werden. Er verkaufte sein Auto, seine Stereoanlage, seinen Fernseher, sein Fahrrad und sogar seine Klamotten. Dann räumte er sein Bankkonto und seinen Poker-Account. Auf diese weise kratzte Ashley $135.300 zusammen.

Aber was tun mit der Kohle? Wie die meisten von uns es wahrscheinlich auch tun würden, fuhr Ashley Revell nach Las Vegas und setzte all sein Geld auf eine einzige Roulette-Drehung. Das Video zeigt, was dann passierte:

 

3. Johnny Moss nimmt eine Faustkampf-Wette an

Irgendwann stand Pokerlegende Johnny Moss einmal in einer Bar und wurde von einem Mann angesprochen, der behauptete, noch nie in seinem Leben einen Kampf verloren zu haben. Moss Freunde machten ihm ein Angebot: Er bekäme 15:1 von dem Geld, wenn er den Mann k.o.-schlagen könnte. Das sah nach einem guten Deal aus. Moss nahm die Wette an und holte zum ersten Schlag auf den selbsternannten Kampf-Experten aus.

Natürlich hat es nicht geklappt... Alles, was Moss bekam, waren Knochenbrüche und ein Ausflug ins Krankenhaus. Doch auch nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, hat Moss seinen Entschluss nicht bereut: „15 zu 1 war einfach zu gut, um darauf zu verzichten, sagte Moss.

 

2. Wenn aus Sozialhilfe $ 1 Million Dollar wird

1995 war für einen Mann aus Las Vegas kein gutes Jahr: Er holte sich beim Sozialamt seine Checks in Höhe von $ 400 ab, seine Frau warf ihn aus dem Haus und überhaupt lief es in seinem Leben nicht so richtig rund. Was tut man, wenn alles den Bach runter zu gehen scheint? Den Scheck nehmen und damit ins Treasure Island Casino in Las Vegas gehen!

Noch heute erzählt man sich, der Mann habe so streng gerochen, dass sich niemand neben ihn setzen wollte. Doch die Karten stört schlechter Geruch Gott sei Dank nicht. Mit Hilfe einer sehr unkonventionellen Strategie – er folgte der Basis Strategie in keiner Weise – schaffte er es, stolze $ 1 Million zu gewinnen!

Dieser Gewinn hätte ein Wendepunkt im Leben des Mannes werden können. Doch leider hat er nicht aufgehört zu spielen. Und wie wir alle wissen, gewinnt auf lange Sicht immer die Bank... Am Ende verließ er das Casino um $400 ärmer als er es betreten hatte. Armer Tropf!

 

1. William Lee Bergstrom setzt alles

Casinobesitzer Benny Binion hat das Glücksspiel in Las Vegas revolutioniert. Vor seiner Zeit akzeptierten Casinos nur „kleine“ Wetten und wollten sich so langsam aber sicher das Geld der Spieler sichern. Im Gegensatz dazu schrieb Binion den Spielern vor: Der erste Einsatz ist gleichzeitig das Limit! Wenn jemand also $100.000 auf seine erste Blackjack-Hand setzen wollte, war das völlig in Ordnung, doch damit war auch das Limit erreicht, eine spätere Erhöhung nicht mehr möglich. Daraus wollte William Lee Bergstrom Kapital schlagen.

Eines Tages, Mitte der 80er Jahre, ging Bergstrom in Binions „Horseshoe Casino“. Bei sich trug er einen Koffer mit $777.000. Damit ging er zum Craps-Tisch und setzte alles auf „Don't Pass“. Und er gewann die Wette! Das war der Beginn einer fulminanten Glückssträhne.

Einige Zeit später kam Bergstrom zurück und verdoppelte eine Wette in Höhe von $ 590.000, noch später verdoppelte er $190.000 und am Schluss gewann er weitere $90.000. Jeder konnte sehen, dass Bergstrom das Casino im Sturm eroberte. Doch wie viele Spieler in der Geschichte der Casinos, wusste auch Bergstrom nicht, wann es genug ist.

Eines Tages stand er wieder in der Lobby des Casinos – diesmal mit einem Koffer, der eine Million Dollar enthielt. Er setzte das ganze Geld und verlor. Die Glückssträhne war vorüber. Drei Monate später entschied er sich, den Einsatz noch einmal zu erhöhen. Bergstrom setzte was ihm in einer Runde Russischem Roulette noch blieb. Und verlor. Diesmal mit tödlichem Ende.