Ein Museum für Jetons

Veröffentlicht am 01/02/11 - bei CasinoToplists Nachrichten

Im Online Casino braucht man sie zwar nicht, aber aus den reellen Casinos auf der ganzen Welt sind sie nicht wegzudenken: Die Jetons, auch Chips oder Spielchips gennant. Ein neues Museum mit dem Namen „Jeton Museum“ widmet sich den bunten Plastikplättchen, die in den Casinos dieser Welt für Freude oder Leid sorgen. Gegründet wurde das Museum von Reinhold Schmitt, Chefredakteur und Gründer des Nachrichtenportals für Glücksspiel, ISA-Guide.

Auf der International Casino Exhibition (ICE) in London war Schmitt zusammen mit einigen Fotos seiner Jetons vertreten. Für ihn war die Messe nach eigenen Aussagen „ein voller Erfolg“. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es so etwas noch auf keiner Glücksspielmesse. Dabei sind Jetons für das Spiel mit dem Glück doch unentbehrlich – zumindest in „echten“ Spielbanken und Casinos.

Spielgeld von 1832 bis 2011

Alle konnten auf der Messe nicht ausgestellt werden, dennoch war ein schöner Querschnitt aus Jetons von 1832 bis 2011 zu sehen. Insgesamt 350 verschiedene Chips wurden auf der Messe einem staunenden Publikum gezeigt. Zu den Highlights gehörte der „Diamant Jeton“ aus dem Jahre 1940, der in der Spielbank Baden-Baden verwendet wurde. Das jüngere Publikum interessierte sich allerdings mehr für die Chips aus der Pokerszene. Die Vielfalt der Motive spricht für sich: Pin-Ups aus den 50er Jahren und Chips der World Series of Poker gab es zu bewundern.

Es ist eine Reise durch die Zeit und ein Stück Casino-Geschichte, die es zu erhalten gilt und die viele interessante Einblicke in die Entwicklung des Glücksspiels gewährt. Dabei befindet sich das Museum erst noch im Aufbau. Vor einem Jahr, ebenfalls auf der ICE, wurde die Idee zu einem Museum, das sich den Jetons widmet, geboren. Ziel ist es „ein kleines Museum rund um die Welt der Casinos einzurichten“, in dem „alte Black-Jack-Schlitten mit Karten, Bücher, Poster, Filme und Dokumente sowie Arbeitsgeräte der Croupiers ausgestellt“ werden sollen, so das Museum auf seiner neuen Website www.jeton-museum.de.

Dank an die Sponsoren

Ohne die Unterstützung von privaten Sammlern, aber auch von Croupiers, Spielbanken und ehemaligen Saalchefs wäre das Projekt zum Scheitern verurteilt worden. Sie alle „unterstützten bisher tatkräftig auf verschiedenste Art und Weise“ das Jeton Museum. Das Ergebnis ist eine fabelhafte Auswahl an Jetons und anderen Zeugnissen aus der Welt der Casinos, die zeigen, dass Spielbanken mehr zu bieten haben als nur das reine Glücksspiel. Jedes Casino und jeder Jeton hat seine eigene Geschichte, die Chips zeugen davon und erzählen sie.

Damit die Sammlung auch außerhalb von Glücksspielmessen bewundert werden kann, bemüht sich das Jeton Museum derzeit um eine Ausstellungsfläche in einem europäischen Casino. Genaueres ist leider noch nicht bekannt, wird aber auf der Website des Museums bekannt gegeben, wenn es so weit ist.