Englands größtes Zockerparadies

Englands größtes Zockerparadies

Veröffentlicht am 13/02/12 - bei Ander Samson Nachrichten

Es hat rund um die Uhr geöffnet ist Arbeitgeber für viele Menschen der Region und lockte im ersten Monat nach seiner Eröffnung mehr als 150.000 Gäste an. Die Rede ist von Englands erstem „Supercasino“, das vor wenigen Monaten in Londons Stadtteil Newham eröffnet wurde. Das Mega-Projekt scheint ein voller Erfolg zu sein. „Little Vegas“ in London spült Geld in die Kassen der Stadt.

Untergebracht ist das Riesen-Casino im Einkaufszentrum „Westfield Stratford City“, innen sitzen die Gäste an Poker- oder Roulette-Tischen oder zocken an Spielautomaten. Viele von ihnen sind neugierig auf das größte Casino des Landes. Mit 150 Spielautomaten, mehr als 40 Spieltischen und noch einmal einem Dutzend Poker-Tischen ist das „Supercasino“ in Großbritannien absolutes Neuland. Bisher waren maximal 20 Spielautomaten pro Casino erlaubt.

 

Pro Kunde wenig Umsatz

Das „Supercasino“ lockt auch deshalb so viele Menschen an, weil die Einsätze sehr gering sind. Bereits mit 50 Cent ist man am Roulette-Tisch dabei. Dieses absolute Low-Roller-Prinzip passt zu den Grundsätzen, nach denen das Casino arbeitet. Zwar wird man pro Kunde wenig Umatz machen, doch die Menge der Besucher macht am Ende die Summe, die zählt. „High volume, lowspend“ nennen die Briten das. „Es geht um den Spaß, nicht darum, große Summen zu setzen“, zitiert die „Welt“ den Chef des Casinos, Richard Smith.

Dass dieses Prinzip bei den Kunden anzukommen scheint, zeigen die Erfolge, die das „Supercasino“ im ersten Monat nach der Eröffnung eingefahren hat: mehr als 150.000 Menschen kamen, um sich das „Little Vegas“ in London einmal genauer anzusehen. Zur Zeit spielen an den Wochenende etwa 1.500 Menschen jeden Abend, dabei werden sie von 150 Mitarbeitern pro Schicht umsorgt.

 

Schwieriger Standort in London

Im Vorfeld des Mega-Projekts und auch jetzt noch sorgt das „Supercasino“ für Unstimmigkeiten. Bereits vor vier Jahren sollte ein Riesencasino weiter nördlich, in Manchester, eröffnen; Premierminister Gordon Brown stoppte das Vorhaben. Auch das Casino in London steht unter Beobachtung, denn es befindet sich in einem sozialen Brennpunkt der Stadt. Man solle das Geld lieber in soziale Projekte investieren, statt ein Casino im „Las-Vegas-Stil“ zu eröffnen, so Brown.

Zumindest von dieser Seite haben die Betreiber des Casinos keine Kritik mehr zu befürchten, nach einem erneuten Regierungswechsel wurde die Genehmigung m Betrieb eines Spielcasinos auf dem 47.000 Quadratmeter großen Gelände erteilt.

Natürlich hagelt es auch jetzt noch Kritik, vor allem von Seiten der Konkurrenz, denn ein solches Casino passe nicht zu Großbritannien. Der Erfolg des „Supercasinos“ straft diese und ähnliche Aussagen jedoch Lügen. Nicht zuletzt ist das Casino auch ein wirtschaftlicher Faktor für den Stadtteil, in dem es liegt, denn viele Mitarbeiter stammen aus dem Viertel, das von Arbeitslosigkeit geprägt ist. So profitieren nicht nur die Betreiber, sondern auch Newhams Bewohner.