Einmal Spieler, immer Spieler: Auch, wenn die Fußballprofis ihre Sportlerkarriere irgendwann an den Nageln hängen, so stecken Spiellust und Kampfgeist doch weiterhin in den großen Kickern von einst.
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Nicht wenige beginnen deshalb nach - oder auch schon vor - dem Sportruhestand eine zweite Karriere im Casino und feiern dank ihres strategischen Denkens oft glänzende Erfolge.

Um diese Größen des Fußballsports mit den Profis aus dem Glücksspiel-Business zusammenzuführen, veranstaltete Party Poker anlässlich der Fußball-WM 2006 den internationalen Football & Poker Legends Cup. 16 Mannschaften aus verschiedenen Ländern nahmen an dem Turnier teil, das in England stattfand und im Fernsehen übertragen wurde. Dabei bestand jede Mannschaft aus zwei professionellen Pokerspielern und einem ehemaligen oder gegenwärtigen Fußball-Profi von Rang und Namen.

Die Mannschaftsbildung beim Football & Poker Legends Cup liest sich sowohl für reine Fußball- als auch Pokerfans gleichermaßen spannend:

 

England: Dave "Devilfish" Ulliot, Ian Frazer, Alan Ball.

USA: Mixe Sexton, Kenna James, Carlos Bocanegra.

Kanada: Daniel Negreanu, Evelyn Ng, Jason deVos.

Australien: Tony G, Damon Rasheed, Mark Bosnich.

 

Irland: Andrew Black, Peter Roche, Tony Cascarino.

Russland: Alex Kuzmin, Olesya Kabbaj, Sergei Baltacha.

Deutschland: Toni Vardjavand, Lothar Landauer, Uli Stein.

Frankreich: Claude Cohen, Anthony Lellouche, Laurent Charvet.

 

Italien: Michael Greco, Alan Vinson, Wesley Garcia.

Niederlande: Marcel Luske, Noah Boeken, Glenn Helder.

Schweden: Ken Lennaárd, Erik Sagström, Tomas Brolin.

Dänemark: Gus Hansen, Theo Jorgensen, Kim Christofte.

 

Norwegen: Henning Granstad, Torstein Iversen, Espen Baardsen

Nordirland: Conor Tate, Marty Smith, Norman Whiteside.

Wales: Dave Colclough, Iwan Jones, Neville Southall

Schottland: Tony Chessa, Rory Matthews, Ray Stewart.

 

Die Mannschaften spielten im K.-O.-System gegeneinander, wobei die einzelnen Wettkämpfe jeweils in Form eines Texas Hold'em-Turniers mit sechs Teilnehmern (drei aus jeder Mannschaft) ausgetragen wurden. Der Gewinner qualifizierte sich dadurch gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden für die nächste Runde.

Einige fußballmaßgeschneiderte Sonderregeln kamen zum Einsatz: War das Turnier nicht in drei Stunden entschieden, wurde eine Stunde Nachspielzeit gewährt. Genügte auch dies nicht, wurde der Gewinner in einem Verfahren ermittelt, das dem Elfmeterschießen nachempfunden war. Zusätzlich besaß Turnierleiter "Mad" Marty Wilson das Recht, Spielern gelbe und rote Karten zu zeigen, wenn sie sich am Tisch nicht ordnungsgemäß verhielten. Erhielt ein Spieler eine gelbe Karte, fiel die Hälfte seiner Chips an die gegnerische Mannschaft, wurde er mittels einer roten Karte vom Tisch verwiesen, bekam der Gegner alle Chips.

Im ersten Wettkampf kam es zur Entscheidung zwischen zwei Fußballern, wobei Uli Stein den Engländer Alan Ball schließlich besiegte. Schweden, Nordirland, die Niederlande, Irland, Dänemark, die USA und Australien konnten sich ebenfalls für das Viertelfinale qualifizieren.

Uli Stein, der 1986 als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft im Finale der Weltmeisterschaft gestanden hatte, schied im Viertelfinale gegen Schweden aus; doch dank Lothar Landauer kam die deutsche Mannschaft dennoch weiter. Nordirland unterlag den Niederlanden, Dänemark bezwang Irland, und nach zähem Ringen zwischen WPT-Veranstalter Mike Sexton und Trash-Talkmaster Tony G. setzten sich die USA gegen Australien durch.

Lothar Landauer stellte seine Fähigkeiten im ersten Halbfinale einmal mehr unter Beweis. Im Zweikampf mit dem Holländer Noah Boeken sicherte er seiner Mannschaft den Einzug ins Finale. Theo Jorgensen wurde im Match Dänemark-USA zum Helden.

Genau wie bei der EM 1992 wurde das Finale zwischen Dänemark und Deutschland entschieden. Der Däne Kim Christofte hatte sogar der dänischen Nationalelf angehört, die damals zur allgemeinen Überraschung Europameister wurde. Obwohl er als erster aus dem Finale ausschied, war ihm ein weiterer Sieg über die deutschen Spieler vergönnt. Seine Mannschaftskameraden Theo Jorgensen und Guis Hansen, beide Poker-Profis, besiegten mühelos das deutsche Team: Dänemark gewann den Football & Poker Legends Cup.

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