Gesichtserkennung schützt Spieler

Gesichtserkennung schützt Spieler

Veröffentlicht am 18/11/13 - bei Engstrand, Jenny Nachrichten

Noch mag die Technologie der Gesichtserkennung eher wie einem Kinofilm entstammend anmuten, doch Software zur Gesichtserkennung wird bereits vielfach eingesetzt. In der Welt der Casino-Sicherheit gehört solche Technologie zur Grundausstattung. Sie schützt nicht nur das Casino vor Betrügern, sondern auch pathologische Spieler vor sich selbst.

Seit den ersten Gehversuchen hat sich auf dem Gebiet der automatischen Gesichtserkennung viel getan. Inzwischen können Kameras Personen akkurat identifizieren, selbst wenn sie ein Foto nur einen Bruchteil einer Sekunde „gesehen“ haben.

Die Fehlerquote ist gering. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die großen land-basierten Casinos diese Technologie einsetzen, um sich vor möglichen Betrügern zu schützen.

Auf der ganzen Welt wurden in Casinos so genannte CCTV-Gesichtserkennungssysteme installiert, die in der Lage sind, Kunden zu erkennen, die sich im Casino aufhalten.

Die Systeme lassen sich individuell anpassen. So können Schwerpunkte auf problematische oder verdächtige Spieler gesetzt werden, während Stammkunden mehr oder weniger unbehelligt bleiben.

Die Daten der Überwachung werden dann mit einer Datenbank abgeglichen, in der bekannte Betrüger gespeichert werden. Die Software geht sogar so weit, das Umfeld der Person zu analysieren.

Mit wem hat der Verdächtige Kontakt im Casino und im angeschlossenen Hotel oder unter den Mitarbeitern? So soll verhindert werden, dass Betrüger in größeren Teams zusammen arbeiten.

Software schützt auch Spieler

Die Technologie der Gesichtserkennung wird allerdings nicht nur dafür genutzt, die Casinos vor Betrügern zu schützen, sondern auch um pathologische Spieler vor sich selbst zu schützen.

Vor etwa zwei Jahren führte die kanadische Ontario Lottery and Gaming (OLG) Gesichterkennungssysteme an allen 27 Spielstätten in der Provinz ein. Spielsüchtige können freiwillig ein Foto in einer Datenbank hinterlegen.

Wenn diese Person dann ein Casino betritt, schlägt das System „Alarm“ und der Spieler wird gebeten, das Casino zu verlassen.

Damit ist dem Spieler geholfen, aber natürlich auch dem Casino, denn es schützt sich damit vor möglichen Klagen, die hätten entstehen können, wenn das Personal einem pathologischen Spieler Zutritt zum Casino gewährt.

Online Casinos scheinen sich inzwischen auch für die Technologie der Gesichtserkennung zu interessieren. In Zukunft könnte ein reines Passwort-System beim Einloggen der Vergangenheit angehören.

Unternehmen arbeiten offenbar daran, die Gesichtserkennung auch als Form des Logins in ein Online Casino zu integrieren, um den Spielern ein Höchstmaß an Schutz zu bieten. Mit einfacher Gesichtserkennung ist es aber nicht getan, denn Betrüger könnten ein Foto eines anderen Spielers verwenden, um auf dessen Account zuzugreifen.

Es wird wohl eine einfache Mimik, wie zweifaches Augenzwinkern oder ähnliches sein, mit dem sich künftig Casino-Accounts schützen lassen.