Glücksspiel boomt weiter

Veröffentlicht am 26/05/11 - bei Nicolas Reuss Nachrichten

Der Glücksspielmarkt könnte bald gesättigt sein, sollte man meinen. Doch dem ist offensichtlich nicht so. Einer Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens „Global Industry Analysts (GIA) zufolge, hat der Boom gerade erst begonnen und seinen Höhepunkt erst noch vor sich – und zwar im Jahr 2015.

Dann soll der Umsatz mit 101,3 Milliarden US-Dollar seinen absoluten Höhepunkt erreicht haben. Ob diese Prognose eintrifft oder ob sich am Umsatz doch noch etwas ändern wird, lässt sich natürlich nicht hundertprozentig sagen, doch eine rosige Zukunft hat sie Glücksspielbranche in den nächsten Jahren allemal noch vor sich.

Spielbanken noch wichtig

Der wichtigste Faktor des Glücksspielmarktes sind derzeit offenbar noch die Spielbanken, denn diese machen derzeit vor allem in den USA noch den größten Teil des Umsatzes aus. Aber es zeichnet sich eine Veränderung ab. Der Trend geht hin zu Online Casinos – und ein umfangreiches Angebot wünschen sich da nicht nur die Spieler, sondern auch die Casinobetreiber selbst. Sie wünschen sich eine Öffnung bzw. die Klärung juristischer Probleme. Denn noch ist in vielen Ländern noch nicht klar, wie mit dem Glücksspiel im Intenret überhaupt umgegangen werden soll.

Diesen Trend bestätigt auch eine aktuelle Studie der „Lottery und Gaming“ Gruppe, die ab sofort regelmäßig in den USA durchgeführt wird. Damit soll festgestellt werden, wie sich das Spielverhalten der Amerikaner entwickelt. Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass die Amerikaner was das Spielen im Internet angeht, noch recht zurückhaltend sind, sich aber doch eine ordentliche Regelung dafür wünschen. 41 Prozent denken, dass Glücksspiel im Internet illegal ist gleichzeitig wünschen sich aber 55 Prozent der Befragten, dass die Regulation des Glücksspiels in die Hände der Bundesstaaten fällt.

Eine solche Entscheidung würde die Vielfalt des Angebotes garantieren und mit Sicherheit auch das eine oder andere Online-Verbot lockern, wie es sich derzeit im Bundesstaat Nevada abzeichnet. Auch in Deutschland denkt man gerade intensiv darüber nach, wie man mit dem Glücksspiel im Internet ab 2012 umgehen soll. Dann nämlich wird der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten – und der sieht derzeit zumindest auch Online-Angebote von konzessionierten Spielbanken vor.

Mehr Angebote auch im Netz

Vielfältige Angebote werden laut der Studie der GIA auch im Internet in Erscheinung treten. Für die Spieler bedeute das mehr Flexibilität und Abwechslung und höhere Gewinne bei niedrigeren Einsätzen. Während die einen ungebrochen wachsen, werden die anderen in den nächsten Jahren doch an eine gewisse Sättigungsgrenze stoßen. Die Spielhallen zum Beispiel – für die wird es in Europa und den USA in den nächsten Jahren eng. Doch es gibt da ja auch noch den asiatischen Markt.

Vor allem in Macao können Casinos und Spielhallen noch punkten, dort geht das Wachstum den Analysten der GIA zufolge erst einmal ungebrochen weiter. Gewinner dürften hier allerdings die Großen der Branche sein,  die Kleinen werden es, wie so oft, leider schwer haben, sich zu halten.