Glücksspiel-News aus Europa

Veröffentlicht am 26/12/11 - bei Ander Samson Nachrichten

Nicht nur Deutschland ist mit seinem neuen Glücksspielstaatsvertrag, der zwar schon beschlossen ist, aber noch von der EU-Kommission abgesegnet werden muss, in diesen Tagen für eine Nachricht aus dem Bereich des Glücksspiels gut. Auch in anderen europäischen Ländern tut sich zur Zeit etwas. Werfen wir heute einen kurzen Blick auf das Glücksspiel in Belgien, Griechenland und Georgien.

Die Neuigkeiten, die uns aus Belgien erreichen, verheißen für Online Casino Spieler nichts Gutes. Aller Kritik zum Trotz beharrt das Land auf seiner drakonischen und ungerechten Regulierung für Glücksspiele im Internet. Ab Januar 2012 sind Internet-Dienstleister, wie Telenet, Belgacom, Base und Mobistar gesetzlich dazu verpflichtet, Online-Glücksspiel-Websites zu sperren, die nicht über eine belgische Lizenz verfügen.

Netzsperren in Belgien

Um diese Netzsperren durchzusetzen, stellte die belgische Regierung den Dienstleistern bereits schwarze Listen zur Verfügung: sie enthalten Webseiten, die Online Glücksspiel anbieten, aber nicht nach den belgischen Vorschriften lizenziert sind. Für die Spieler im Land bedeutet das drastische Einschnitte, Spieler die bereits in einem nicht-lizenzierten Casino spielen, sollten ihr Guthaben in Sicherheit bringen.

Auch weiße Listen, mit in Belgien lizenzierten Anbietern von Online Glücksspiel, hat die Regierung zusammengestellt. Schätzungsweise 40.000 Belgier spielen derzeit schon auf Seiten lizenzierter Anbieter, doch etwa vier mal so viele spielen auf nicht-lizenzierten Plattformen ausländischer Anbieter. Mit der drastischen Maßnahme, die nicht-lizenzierten Angebote zu sperren, erhoffen sich die Behörden, die Spieler auf die lizenzierten Glücksspiel-Seiten zu leiten.

Dem Staat entgehen Einnahmen

In Griechenland hat man ebenfalls Probleme damit, nicht-lizenzierte Anbieter von Glücksspielen in den Griff zu bekommen. Mehr als sieben Milliarden Euro verdienen die Anbieter schätzungsweise. Dadurch entgehen dem Staat Steuereinnahmen in Millionenhöhe – und die könnte Griechenland zur Zeit sehr gut gebrauchen. Ein Mitglied des griechischen Glücksspiel-Ausschusses, Evgenios Giannakopoulos sagte, dass das Aufspüren illegaler Anbieter sehr schwierig und zeitraubend sei, es vergehen noch mindestens sechs Monate, bevor der Ausschuss erste Ergebnisse vorlegen könne.

Georgien liegt zwar außerhalb der heute gültigen Grenzen Europas an einer Nahtstelle Eurasiens, doch auch hier beschäftigt man sich zur Zeit mit Online Glücksspiel. Hier stehen Online Casinos zur Zeit n voller Blüte. Deren Wachstum ist in dem kleine Land mehr als doppelt so hoch wie der Weltdurchschnitt. Schuld an dem Boom ist die zunehmende Verbreitung von Internet-Zugängen im Land. Aber auch die Tatsache, dass Lizenzen für Online Casinos viel einfacher zu bekommen sind als in anderen Ländern, trägt seinen Teil zum immensen Wachstum der Online Casinos bei. Ob der georgische Staat auf dieses Wachstum mit Regularien reagieren wird, bleibt abzuwarten.