Glücksspiel als Nebenwirkung

Glücksspiel als Nebenwirkung

Veröffentlicht am 05/01/15 - bei CasinoToplists Nachrichten

Wer neue Medikamente verschrieben bekommt, sollte sich den Beipackzettel genau durchlesen, um sich mit den Nebenwirkungen vertraut zu machen. Doch manchmal gibt es offenbar unerwünschte Wirkungen, die nicht im Beipackzettel stehen. So soll ein Medikament gegen Parkinson in Australien offenbar dazu geführt haben, dass die Patienten sich vermehrt dem Glücksspiel widmeten – manches Mal in ungesunden Ausmaßen. Die Betroffenen klagen jetzt.

Wie die britische Zeitschrift „The Guardian“ berichtet, sind es mehr als 150 Patienten, die gegen das Pharma-Unternehmen Pfizer klagen, mit dessen Medikament „Cabaser“ sie gegen Parkinson behandelt worden waren.

Doch das Medikament soll den Patienten zufolge auch dazu geführt haben, dass sie spiel- und sexsüchtig wurden.

Für die Patienten eine Nebenwirkung, die es publik zu machen gilt und vor der sie im Vorfeld der Behandlung nicht gewarnt wurden. Sie klagen nun gegen den Pfizer.

Inzwischen hat der Pharma-Riese vor Gericht eine Vereinbarung eingereicht, dem das Gericht nun noch zustimmen muss. So lange das nicht geschehen ist, will man sich nicht weiter zu der Klage und den Vorwürfen gegen das Parkinson-Medikament äußern.

Plötzlich verrückt nach Sex und Glücksspiel

Die betroffenen Patienten jedoch wollen sich zu ihrer Klage äußern und den Erfahrungen, die sie mit dem Medikament gemacht haben.

Bei vielen hatte das Medikament zur Folge, dass sie ganz plötzlich tausende von Dollar beim Glücksspiel verwettet hatten – und das, obwohl sie nie im Leben vorher damit Probleme hatten.

Das maßlose Glücksspielverhalten soll kurz nach der Einnahme des Medikaments aufgetreten sein.

Das Medikament regelt den Anteil des Glückshormons Dopamin und das ist dafür bekannt, dass es zu risikofreudigem Verhalten führen kann, wenn zu viel davon im Körper eines Menschen vorhanden ist.

Das Medikament Cabaser wird im übrigen auch gegen das so genannte „Restless Legs Syndrom“ verschieben.

Eine Erkrankung, bei dem Menschen unkontrollierbare und manchmal schmerzhafte Empfindungen in den Beinen spüren, die ihnen den Schlaf rauben.

Sie spüren den Drang, sich unbedingt bewegen zu müssen.

Viel Geld verloren – wegen Medikamenten?

Die Parkinson-Patienten, die Cabaser verschieben bekommen haben und nun gegen das Unternehmen klagen, stellen eine eindeutige Verbindung zwischen dem Medikament und ihrem Spielverhalten her.

Sie behaupten, tausende Dollar beim Glücksspiel verloren zu haben und eine Spielsucht entwickelt zu haben. Diese soll sofort vorbei gewesen sein, als sie das Medikament auf eigene Faust absetzten.

Doch nicht nur zu Spielsucht soll Cabaser geführt haben – auch zu übermäßigem sexuellen Interesse und sexuellen Bedürfnissen soll das Medikamente geführt haben.

Wie die Entscheidung des Gerichts ausgehen wird, ist noch unklar. Zu hoffen bleibt jedenfalls, dass sich die Parteien außergerichtlich einigen können. Das würde allen Beteiligten eine Menge Zeit und Geld sparen.