Lotto Hamburg für Online Lotto

Veröffentlicht am 18/08/10 - bei Nicolas Reuss Nachrichten

Die Lotteriegesellschaft Hamburg hat für das Jahr 2009 Bilanz gezogen und dabei sowohl positive als auch negative Entwicklungen festgestellt. Die Einnahmen lagen unter dem Vorjahreswert, hier machte sich die Wirtschaftskrise bemerkbar, doch die Einnahmen für die Hansestadt sind weiterhin sehr lukrativ. Dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) steht man prinzipiell sehr wohlwollend gegenüber, eine Lockerung des Werbeverbotes fordert Lotto Hamburg dennoch.

Die stolze Summe von 165 Millionen Euro machte Lotto Hamburg im Jahr 2009 Umsatz, davon entstanden 158 Millionen Euro aus reinen Spieleinsätzen und 6,4 Millionen Euro aus Bearbeitungsgebühren. Für die Staatskasse bedeutete das im Jahr 2009 Einnahmen in Höhe von 58,2 Millionen Euro. Wie es bei den Einnahmen aus Lotterien üblich ist, wurde dieses Geld für den Sport, soziale und karitative Projekte, Kunst und Kultur sowie Umwelt- und Denkmalschutz eingesetzt.

Rückgang gegenüber 2008

Trotz der positiven Zahlen blieb auch Lotto Hamburg nicht von der jüngsten Wirtschaftskrise verschont. Die Spieleinsätze lagen 17,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zwar setzten die Hamburger nicht mehr so viel Geld, dafür aber öfter, denn die Zahl der Spielaufträge ist 2009 sogar noch gestiegen. „Die Hamburger Bürgerinnen und Bürger haben Lotto Hamburg auch 2009 ihr Vertrauen ausgesprochen. Denn sie haben im vergangenen Jahr insgesamt häufiger gespielt und gewettet, hatten dafür aber vergleichsweise weniger Geld zur Verfügung“, so Siegfried Spies, Geschäftsführer der Lotto Hamburg GmbH.

Die getätigten Einsätze haben sich für die Hamburger Lottospieler auch gelohnt: vier Millionäre und 19 weitere Gewinner hoher Geldsummen brachte Lotto Hamburg im Jahr 2009 hervor. Darüber hinaus wurden etliche Reisen, Autos und Bargeld bei Sonderauslosungen gewonnen.

Glücksspielstaatsvertrag ist wichtig

Den Einnahmerückgang führt Lotto Hamburg auch auf den Glücksspielstaatsvertrag zurück. „Nach dem Ende der Übergangsregelung zum 31.12.2008 entfielen die Spielaufträge aus der Online-Plattform von Lotto Hamburg sowie die online generierten Spielaufträge Dritter“, so Spies. Grundsätzlich steht man bei Lotto Hamburg jedoch weiterhin zum GlüStV und spricht sich auch für seine Fortführung aus. Er habe sich als Regelungsansatz bewährt.

Um wettbewerbsfähig zu sein müssten jedoch die Werbebeschränkungen gelockert werden. Die Suchtprävention müsse dahingehend angepasst werden, dass kontrollierte Angebote wieder zugelassen werden. Allerdings müsse das Potential der Suchtgefährdung ein Gradmesser für die Öffnung sein: „Gerade für Sportwetten, die ein hohes Suchtpotential bergen, muss der Spielerschutz im Vordergrund stehen. Deshalb sprechen wir uns auch gegen eine etwaige Öffnung des Sportwettenangebots aus, die mit dem Auftrag der Spielsuchtprävention unvereinbar und für den gesamten Regelungsansatz des Glücksspielstaatsvertrages höchst riskant ist“, so Spies.