Macao: Umsätze brechen weiter ein

Macao: Umsätze brechen weiter ein

Veröffentlicht am 07/04/15 - bei CasinoToplists Nachrichten

Angesichts der Zahlen ist es ein bisschen „Jammern auf hohem Niveau“ aber doch macht sich in der asiatischen Glücksspiel-Metropole offenbar ein Abwärts-Trend breit. Im März sind die Einnahmen aus den Casinos im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent gefallen. Ein großer Sprung nach unten zwar, aber verglichen mit anderen Glücksspiel-Hochburgen kann sich das asiatische Casino-Mekka dennoch glücklich schätzen.

Doch die verwöhnten Casinos in Macao sehen das natürlich anders. Einst war es die Boom-Town schlechthin, das Glücksspiel florierte und bescherte der Stadt schwindelerregend hohe Einnahmen. Nun sehen die Casinos kein Licht am Ende des Tunnels. Über die vergangenen Monate konnten sich die sinkenden Einnahmen nicht stabilisieren – im Vergleich zum Vorjahr verloren die Glücksspiel-Tempel 39 Prozent der Einnahmen.

Im Februar waren es sogar 49 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Abwärtstrend begann schon im Juni letzten Jahres als die chinesische Regierung ihren Kampf gegen Korruption verschärfte. Damit sollte eigentlich verhindert werden, dass illegales Geld vom Festland nach Macao fließt. Im Fokus der Ermittler: Vergnügungsreisen, bei denen VIP-Kunden große Summen auf den High-Stakes-Markt bringen. Ein großer Einschnitt für Macao, das doch so sehr von seinen High-Stakes-Spielern profitierte.

Es wird nicht leichter werden

Aber nicht nur der Kampf gegen Korruption schaden der Metropole offenbar, auch die Pläne der Regierung, den Tourismus zu limitieren, Gewerkschaften zu schwächen oder Rauchverbote einzuführen haben dazu beigetragen, dass die chinesische Glücksspiel-Enklave nun mit einem massiven Umsatzrückgang zurecht kommen muss. Und das vielleicht noch über mehrere Monate.

Doch trotz aller Umsatz-Einbußen: Macaos Casinos spielten im März mehr als 2,7 Milliarden Dollar ein. Das ist immer noch mehr als drei Mal mehr als alle Casinos in Nevada (inklusive derer in Las Vegas) an Umsätzen einfahren. Aber es ist dennoch weit weniger als der internationale Glücksspiel-Knotenpunkt Macao noch im vergangenen Jahr einspielte.

Experten zufolge soll der Abwärts-Trend noch mindestens bis Juni weiter gehen; auch im April und Mai könnten es monatlich mehr als 30 Prozent weniger Einnahmen sein. Doch dann könnten sich die Zahlen wieder stabilisieren, denn im Juni 2014 begannen die Rückläufe, ein neuer Vergleich zwischen den beiden Monaten dürfte besser ausfallen als ein Vergleich mit den Monaten, die 2014 noch gut liefen.

Und so sehen die Experten die Umsatz-Einbußen gar nicht als so gefährlich an, sondern sehen sie eher als Zeichen der Stabilisierung. Der Markt pendele sich ein und sei nun verlässlicher geworden. Ihre Schätzungen für das Jahr 2015 mussten die Experten dennoch korrigieren, denken aber, dass die Gesamtjahreszahlen für 2015 gar nicht so schlecht aussehen werden.