Milliarden-schwerer eSports-Markt

Milliarden-schwerer eSports-Markt

Veröffentlicht am 09/11/15 - bei CasinoToplists Nachrichten

Es ist schon erstaunlich, womit man so sein Geld verdienen kann: Als Computer-Zocker-Profi beispielsweise. Kein Witz! Der eSports-Markt ist Milliarden-schwer. Experten von Superdatea schätzen, dass er bis 2018 1,9 Milliarden Dollar umsetzen wird. Die Profis verdienen bei dieser „Sportart“ Geld mit dem Zocken am Computer und messen ihr Können auf hochkarätigen Turnieren.

Ende der 2000er Jahre und Anfang der 2010er Jahre entwickelte sich das wettbewerbsmäßige Spielen am Computer zu einem Sport, für den sich auch Zuschauer interessierten. Vor allem in Korea gab es einen regelrechten Boom, aber inzwischen hat sich eSports zu einem weltweiten Phänomen entwickelt. Investoren und Werbetreibende haben in den vergangenen Jahren enorm in den Markt investeirt.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass eSports inzwischen auch außerhalb von Korea seinen Siegeszug fortsetzt. Die Analysten von Superdata prognostizieren der Sparte zum Ende des Jahres einen Wert von 748 Millionen Dollar. Investoren haben 150 Millionen Dollar in neue Plattformen investiert, über denen auf diese Form des Sports gewettet werden kann – doch diese Seiten haben es bisher zumindest hierzulande noch nicht zum Durchbruch geschafft und blieben hinter dfen Erwartungen zurück.

eSports wird zum Mainstream

Noch ist der virtuelle Sport also eher etwas für die Nerds unter den Zockern, aber er entwickelt sich so langsam auch zum Mainstream, immerhin interessieren sich zumindest in den USA inzwischen auch TV-Sender wie TBS und ESPN für eSports. „Bisher mussten die Fans Plattformen suchen, auf denen sie Turnieren und Spielern zusehen konnten – heute können sie eSports Events im Fernsehen verfolgen“, so Stephanie Llamas von Superdata.

Und erst vergangene Woche wurde bekannt, dass auch Sony mit in den eSports-Markt einsteigen will. Das Unternehmen will eine eigene Liga entwickeln, die PlayStation Plus League. Und auch in Russland interessiert man sich für eSports. Der russische Oligarch Alisher Usmanov will 100 Millionen Dollar in Russlands größten eSports Club, Virtus.pro investieren. Usmanov, dem auch Teile von Facebook und dem Fußball-Verein Arsenal London gehören, will Russland zu einer führenden Nation in diesem neuen Markt machen. Mit dem Geld sollen neue Arenen und Turniere finanziert werden.

Casino Spiele und Können

Inzwischen haben auch stationäre Casinos den unaufhaltsamen Aufstieg des eSports bemerkt. Die Casinos wollen die Generation der so genannten „Millenials“ für ihr Angebot begeistern. Denn die halten sich bisher eher an Video-Spiele als an das traditionelle Spielen am Tisch. Deshalb versuchen Casinos in Nevada und in New Jersey, mit neuartigen Casino Spielen die junge Generation in die Casinos zu locken. Es sind Spielautomaten, bei denen es auch um Können geht – je besser man im Spiel ist, desto höher die Chancen auf einen Gewinn.

Beide US-Bundesstaaten haben in diesem Jahr ihre Glücksspiel-Gesetze verändert, um diese neuartigen Hybrid-Maschinen mit variablen Auszahlungen aufstellen zu können. Denn eigentlich lautete die Regelung so, dass die Auszahlungswahrscheinlichkeiten für alle Spieler gleich sein müssten, bei Casino Spielen, die auch das Können der Spieler in einem bestimmten Spiel mit einbeziehen, ist diese Regelung aber nicht länger durchsetzbar.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Bereich des eSports weiter entwickelt und wann das wettbewerbsmäßige Zocken am Computer auch hierzulande zum Mainstream wird.