Neues Pokerspiel entwickelt

Veröffentlicht am 27/12/10 - bei Nicolas Reuss Nachrichten

Poker setzt seinen Streifzug durch die Welt immer weiter fort. Es hat eine lange Geschichte und lang ist auch die Liste an verschiedenen Varianten, die es vom Poker gibt. Geht es nach einem Betriebswirt aus Saarbrücken, wird diese Liste jetzt noch um einen Punkt länger. Der leidenschaftliche Pokerspieler und Betriebswirt Björn Ertle hat Berichten der Saarbrücker Zeitung zufolge nämlich eine neue Variante entwickelt. Und die soll „mehr Action“ und höhere Gewinne versprechen.

Ertle sucht offenbar schon länger nach einer Geschäftsidee, mit der es sich Geld verdienen lässt. Angefangen von Produkten rund ums Tier über Klingeltöne für Handys ist er jetzt beim Poker gelandet. Ein lukratives Geschäft verspricht sich Ertle. Doch noch hat er offenbar Schwierigkeiten, Abnehmer und Interessenten für seine neue Variante des Poker zu bekommen. Doch erste Fans hat er bereits.

Schneller, besser, neu

Draw Hold'em“ hat Björn Ertle seine Pokervariante genannt. Eine naheliegende Namensgebung, denn das neue Spiel ist eine Mischung aus Draw Poker und Texas Hold'em. Etwa fünf Jahre spielt der 29-bereits Poker, aber offenbar gehört er zu den ungeduldigen Menschen, denn etwas hat ihm an dem Spiel nicht gefallen: Ihm zufolge dauert es zu lange, bis gute Karten kommen und es gibt zu viele schlechte Karten. Mit „Draw Hold'em“ soll jetzt alles besser werden.

Gespielt wird mit zwei Karten, die jede zweite oder dritte Runde gegen eine Gebühr getauscht werden können. Je höher der Pott, desto höher die Gebühr, denn die Tauschgebühr entspricht der Höhe des Potts. Und wer tauschen will erhöht damit automatisch den Pott, was diesen schnell anwachsen lässt. Die Spieler kommen in der neuen Variante außerdem doppelt so oft an die Reihe und hätten mehr Einfluss auf den späteren Verlauf des Spiels.

Spielcasinos sind skeptisch

Menschen snd Gewohnheitstiere, das gilt auch für Casino Spieler. Deshalb hat es Ertle auch gerade noch nicht so leicht, den Casinos seine neue Variante anzubieten. Denn alles was neu gelernt werden muss, trifft erst einmal auf Widerstand. Die bestehenden Spiele hingegen laufen gut, „warum sollten sie etwas Neues einführen?“, stellt Ertle gegenüber der Saarbürcker Zeitung fest. Außerdem sei das Spiel für jeden etwas. Und das kann eben auch ein Problem sein.

Ob Ertle es mit seiner Pokervariante zum erhofften Erfolg bringen will, steht noch in den Sternen. Zwar hat er schon Fans finden können, doch Experten schätzen das Spiel als schwierig ein: „Der Pott wird zu schnell zu hoch“, stellt Harald Bruch, stellvertretender Geschäftsführer der Spielbank Saarbrücken, fest. „Das neue Spiel ist nichts für unsere Kunden“. Kein gutes Urteil für den Start eines lukrativen Geschäfts – doch vielleicht ist man ja in Österreich und der Schweiz offener. Auch da versucht Björn Ertle es mit seiner neuen Poker Variante.