Russland stellt Online Glücksspiel ab

Russland stellt Online Glücksspiel ab

Veröffentlicht am 27/10/15 - bei CasinoToplists Nachrichten

Russland macht ernst im Kampf gegen das Glücksspiel im Internet. Offizielle Behörden hat nun russische Domains im In- und Ausland konfisziert und damit auf das striktere Vorgehen der russischen Regierung gegen Online Glücksspiel reagiert. Mehr als ein Dutzend Webseiten waren von den Sperren in der vergangenen Woche betroffen.

Online Casino, Online Poker und Online Sportwetten-Seiten sind betroffen, die angeblich gegen die strikte russische Glücksspiel-Politik verstoßen. Der Eingriff soll auch die Großen der Branche getroffen haben, darunter unter anderem 888poker, bwin.party, Ladbrokes und weitere. Die gesperrten Seiten wurden sofort der Schwarzen Liste der Domains in Russland hinzu gefügt – eine Liste mit den Domains, die russische Bürger nicht besuchen dürfen.

Putin hat die Nase voll

Das Glücksspiel ist in Russland nur in vier speziellen Gebieten erlaubt: In Kaliningrad Oblast, Azov-City, Altai Krai und Primoye – im Rest des riesigen Landes sind Wetten verboten. Glücksspiel im Internet ist im ganzen riesigen Land nicht erlaubt. Das Verbot hielt Millionen Russen natürlich nicht davon ab, trotzdem im Internet zu spielen. Denn die Angebote sind ja da. Genauso wie in Deutschland, wo Online Casinos ebenfalls nicht erlaubt sind, sind auch in Russland trotzdem welche über ausländische Anbieter verfügbar.

Die Offiziellen in Russland haben also gemerkt, dass es nahezu unmöglich ist, illegales Online Glücksspiel zu stoppen, denn immer wieder tauchen neue Seiten auf, die russische Bürger erreichen können. Um dies zu bekämpfen, führte Putin vor Kurzem ein Gesetz ein, dass Banken Transaktionen zu oder von Online Casinos und anderen Online Glücksspiel-Angeboten untersagt.

Wird bald legalisiert?

Doch noch ist für Spieler in Russland noch nicht aller Tage abend. Es gibt noch Hoffnung. Einige glauben, dass das Verbot von illegalen Glücksspiel-Seiten in diesem Jahr dazu führen könnte, dass das Online Glücksspiel in 2016 legalisiert werden könnte. Denn wenn die russische Regierung so etwas vor hätte, würde sie sich erst einmal alle illegalen Anbieter vom Hals schaffen, oder nicht?

Und dann mit einem bereinigten Markt beginnen und mit der Vergabe von Lizenzen und der Regulierung des Marktes zu beginnen. Für Putin wäre eine Regelung des Online Glücksspiel keine schlechte Sache – auch für andere Regierungen nicht -, denn mit Online Casinos und anderen Online Glücksspiel Angeboten fließt am Ende über Steuern und Abgaben auch Geld in die Staatskasse. Und das Geld hat Russland bitter nötig, denn Sanktionen lähmen und isolieren Russland zusehends.

Bleibt abzuwarten, ob der Traum vieler zockender Russen wirklich wahr wird und Putin die Gunst der Stunde nutzt, das verhasste Online Glücksspiel für sich zu nutzen. Bei einem Land mit so vielen Einwohnern, wären die Steuereinnahmen sicher ein nicht unwesentlicher Faktor auf dem Staatskonto.