Sheldon Adelson wettert gegen das Internet – mal wieder

Sheldon Adelson wettert gegen das Internet – mal wieder

Veröffentlicht am 06/10/14 - bei CasinoToplists Nachrichten

Es ist eigentlich nichts Neues, aber es ist doch immer wieder schön zu lesen, wie ein alter, stinkreicher Mann gegen die moderne Welt – ganz besonders gegen das böse Internet, bzw. die Möglichkeiten, die es für das Glücksspiel bietet – wettert. Auf der G2E Expo in Las Vegas durfte der Casino-Mogul die Keynote sprechen – und die nutzte er natürlich als Plattform für seinen Kampf gegen das Glücksspiel im Internet.

Sheldon Adelson scheint wirklich Angst zu haben. Angst davor, dass ihm die Online-Branche die Millionen abgräbt, Angst davor, dass er mit den Entwicklungen der Zeit nicht mehr mithalten kann. Zumindest gibt er bei der Keynote zu, dass seine zwei und dreijährigen Enkelkinder Tablets und Smartphones besser bedienen könnten als er selbst. Aber das ist vermutlich kein Wunder bei einem Mann, der sich so gegen das Neue sperrt. Vor allem aber gegen seine Konkurrenz aus dem Internet.

Die Keynote bei der G2E Expo in Las Vegas missbraucht er als Plattform für seinen Kreuzzug und findet deutliche Worte gegen Online Casinos, gegen Atlantic City und gegen die Ausbreitung von Casinos in den USA im allgemeinen. „Ich sehe keine Grund dafür, warum man ein Casino in 318 Millionen Hände geben sollte“. Er meint damit die rasante Ausbreitung von Tablets und Smartphones, die es so einfach möglich machen, im Online Casino zu spielen.

Nur weil es gerade passiert, ist es noch lange keine Rechtfertigung, Online Glücksspiel zu legalisieren“, so Adelson weiter. „Es ist kein Thema für einzelne Staaten – das Internet gibt es im ganzen Land.“ Ja, Adelson scheint sich wirklich vor dem Internet zu fürchten. Da wäre man doch gern Mäuschen gewesen als er seine offenbar vorgefertigten Antworten gegeben hatte. Vor einem Publikum, in dem auch viele Mitglieder der Online Glücksspiel Branche anwesend waren. Da dürfte es einiges an Kopfschütteln im Publikum gegeben haben.

Spielautomaten zu teuer?

Aber nun lassen wir Adelson mal Adelson sein. Er ist eben wie er ist. Die füllige Variante von Montgomery Burns, der mit allen Mitteln darum kämpft, die Fäden in der Hand zu halten. Und wenn das eben nur geht, indem man das Internet verdammt.

Es gab aber tatsächlich auch andere Simmen auf der G2E Expo in Las Vegas – und zwar die Spielautomaten betreffend. Und die kamen aus dem Mun von Mark Yoseloff, dem ehemaligen Chef von Spiel-Ausstatter Shuffle Master Inc. Und Direktor des „Zentrums für Spiel-Innovationen“ an der Universität von Nevada., Er äußerte sich kritisch darüber, dass die Spielautomaten für die Kunden immer teurer würden. 

Vor zwanzig Jahren kostete es noch einen Vierteldollar, am Online Slot zu spielen. (...) Im Durchschnitt ungefähr 15 bis 20 Dollar pro Stunde. (...) Heute, 20 Jahre später, kostet ein Spiel etwa 250 Dollar für zwei Stunden.“ Ein gewaltiger Sprung, der wieder einmal die Vorteile von Online Casinos aufzeigt: Dort gibt es Spielautomaten, bei denen die Einsätze schon bei nur 1 Credit beginnen.

Wir vergessen manchmal, dass wir in der Unterhaltungsbranche arbeiten. Wir sind kein Blutsauger-Geschäft, wir sind kein 'Gib-mir-so-schnell-wie-möglich-all-Dein-Geld'-Geschäft...“ ergänzte er. Sheldon Adelson scheint das anders zu sehen. Wenn man sich seine Reden so anhört, scheint er schon daran interessiert zu sein, dass die Spieler IHM all ihr Geld geben – und eben nicht den Online Casinos.