Sheldon schickt Israel auf den Mond

Sheldon schickt Israel auf den Mond

Veröffentlicht am 14/04/14 - bei Admin, Admin Nachrichten

Der amerikanische Casino-Mogul Sheldon Adelson ist schon ein komischer Kauz: Er spendet im Wahlkampf mehr als 100 Millionen Dollar an die Republikaner, will „was immer es braucht“ ausgeben, um gegen Glücksspiel im Internet zu kämpfen und nun hat er mal eben 16,4 Millionen Dollar an eine Non-Profit-Organisation in Israel gespendet, um zum Mond zu fliegen.

 

So weit, so unklar. Es scheint als habe Sheldon Adelson den einen oder anderen Dollar zu viel auf dem Konto und setze nun alles daran, dieses lästige Geld vor dem eigenen Ableben (er ist immerhin ... Jahre alt) so schnell es irgend geht, los zu werden. Bevor noch die Nachkommen noch etwas davon ab haben. Genug der Spekulation. Sheldon Adelson hat offenbar ein Herz für ehrgeizige Projekte.

Zumindest, wenn es um die Raumfahrt geht. Mit seiner kräftigen Finanzspritze unterstützt er das israelische Projekt „SpaceIL“ dabei, dem Land dazu zu verhelfen, möglicherweise die vierte Nation zu werden, die auf dem Mond landet. „SpaceIL“ nimmt an einem Wettbewerb teil, der von Google gesponsert wird. Bei dem Wettbewerb treten 17 Organisationen an, auf den Mond zu fliegen.

Der Gewinner – also das Team, das als erstes ein Raumschiff auf dem Mond landet und es 500 Meter hüpfen lässt, erhält von Google 20 Millionen Dollar. Während der ganzen Aktion sollen natürlich Bilder und Videos zur Erde geschickt werden. Es scheint so als hätte das israelische Team um „SpaceIL“ jetzt einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Teams, nämlich stolze 16,4 Millionen Dollar. Mit denen lässt sich schon die eine oder andere Entwicklungsarbeit leisten.

„Als Unternehmer ist nichts aufregender als eine Gruppe von Menschen zu unterstützen, denen gesagt wurde, dass ihr Traum nicht wahr werden könnte,“ soll Adelson gesagt haben. Hmmm... Vielleicht sollte er sich ja das nächste Mal an diejenigen Menschen wenden, die glauben, dass ihr Traum von einem legalen, freien und liberalisierten Glücksspielmarkt niemals wahr werden könne... Die würden sich sicher um eine Unterstützung von Seiten Adelsons freuen.

Doch das scheint aussichtslos. So lange Adelson, übrigens einer der reichsten Männer der Welt, lebt, will er mit harten Bandagen gegen das Online Poker und das Glücksspiel im Internet kämpfen. Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag hat er bereits unterstützt, abgesegnet ist er aber noch nicht. Momentan scheint es so auszusehen als würde Adelson damit den gegenteiligen Effekt erzielen – denn nun eilen sich viele Staaten in den USA, den Glücksspielmarkt auf eigene Faust zu regulieren. Wären sie damit vor der Verabschiedung von Adelsons Verbotsgesetz fertig, könnten sich das Online Glücksspiel trotzdem weiter anbieten.

Wir sind gespannt, was Sheldon Adelson als nächstes so auf Lager hat.