Vorsicht vor Casino Spam

Veröffentlicht am 06/09/10 - bei Nicolas Reuss Nachrichten

Das Spam-Volumen hat in der letzten Zeit drastisch zugenommen. Immer mehr Spam kommt, Angaben des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec zufolge, inzwischen auch aus der EU

Und die Spammer werden immer dreister, sie finden inzwischen sogar heraus, wo ihre Opfer wohnen und schrecken auch vor persönlicher Ansprache nicht mehr zurück. Vor allem im Bereich von Online Glücksspiel tummeln sich die schwarzen Schafe. Wie können Sie sich schützen?

Als regelmäßiger Besucher eines Online Casinos wissen Sie, wo Sie sich aufhalten und von welchem Casino Sie ohnehin Newsletter bekommen. Deshalb sollten Sie auf der Hut sein, wenn Sie plötzlich von Casinos oder Online Pokerräumen E-Mails bekommen, die Sie persönlich ansprechen oder zumindest so tun als ob. Achten Sie genau darauf, dass Sie keine Anhänge öffnen oder auf Links klicken, wenn Ihnen der Absender der E-Mail unbekannt ist.

Casino Spam nimmt zu

Das ZDF berichtet auf seiner Webseite von einem besonders dreisten Fall. „Sie wurden von einem Freund bei Online Poker angemeldet", steht da geschrieben. „Ihr Freund hat für Sie 15 Euro als Geschenk eingezahlt und gewonnen." Dem ZDF zufolge hieß es in der E-Mail weiter, dass auf den Empfänger der Mail jetzt 136 Euro warten würden. Ein netter Betrag, den man sich doch nicht entgehen lassen kann? Gedacht, getan - angucken könnte man sich das Casino ja doch einmal. Doch der Link im Text führt nicht auf das Casino, sondern zur Software desselben, die beim Anklicken heruntergeladen wird.

Deshalb sei noch einmal der Hinweis erlaubt, dass Sie solche Mails mit Vorsicht genießen sollten. Öffnen Sie nur Mails von Casinos, in denen Sie ohnehin spielen bzw. von Absendern, denen Sie vertrauen. Sollten Sie eine E-Mail wie oben erhalten, sollten Sie schon aufgrund der Formulierung „ein Freund" vorsichtig sein. Denn wenn es wirklich ein Freund wäre, der Ihnen die Seite empfiehlt, dann würde auch sein Name genannt, oder? Selbstverständlich ist auch das keine 100 %-ige Sicherheit, denn Namen lassen sich von den Spammern leicht ausdenken.

Mehr Spam aus der EU

Zu den eifrigsten Spam-Ländern gehörten bislang die USA, Indien und Brasilien. Doch seit Kurzem befindet sich auf Rang vier ein europäisches Land. Ganze 4,5 Prozent des weltweiten Spamaufkommens stammen mittlerweile aus Großbritannien. Der zweite Vorsitzende der Organisation „no abuse in internet" beschreibt die Situation so: „Insgesamt war im August eine von 1,08 Mails, die weltweit verschickt wurde, eine Spam-Mail. Das entspricht einem Anteil von 92,2 Prozent am gesamten E-Mail-Aufkommen."

Sein eigenes Postfach von solchen lästigen Mails befreien wird man wohl nicht endgültig können, doch ein guter Spamfilter, mittlerweile Standard bei allen guten E-Mail-Programmen, hilft! Dieses sind lernfähig und schützen somit auch vor neuen Spam-Adressen, wenn Sie einmal als „Müll" deklariert wurden.