Was Geschenke mit Glücksspiel zu tun haben

Was Geschenke mit Glücksspiel zu tun haben

Veröffentlicht am 29/12/14 - bei CasinoToplists Nachrichten

Wirklich, manchmal möchte man Wissenschaftler sein. Was die so alles untersuchen, zu welchen Themen die so Studien durchführen und wo die so überall Zusammenhänge herstellen können ist schon erstaunlich. Eine jüngst von der Universität von Missouri und der Universität von Illinois gemeinsam durchgeführte Studie kommt zu dem Ergebnis: Zu viele Weihnachtsgeschenke können zu problematischem Spielverhalten führen. Wie das?

Vielleicht denken Sie in den vergangenen Tagen auch häufiger darüber nach, dass Ihre Kinder eigentlich mal wieder viel zu viele Weihnachtsgeschenke bekommen haben? An den beiden Universitäten hat man sich zu diesem Thema mal richtig wissenschaftliche Gedanken gemacht und erforscht, welche Auswirkungen „massives Schenken“ auf die Entwicklung von Kindern haben kann.

Dass „verwöhnte Gören“ nicht selten „anstrengende“ Erwachsene werden, dürfte wohl hinlänglich bekannt sein. Neu ist jedoch der Ansatz, dass mit Geschenken verwöhnte Kinder zu Spielsucht neigen. Und zwar deshalb, weil viele Geschenke den Materialismus in den Kinder wecken, so Professor Marsha Richins von der Universität von Missouri.

Wenn materielle Werte zu viel zählen

Dieser Typus von Erwachsenen denke, dass sich ihr Erfolg im Leben über materielle Dinge definiert und nur wer mehr hat, wird sich glücklich, attraktiv oder erfüllt fühlen. Erwachsene, die sich selbst und andere über ihren Besitz definieren, hätten ein weit höheres Risiko für problematisches Spielverhalten und Schulden.

Für die Studie wurden mehr als 700 Erwachsene untersucht und zu ihren Kindheitserinnerungen befragt, darunter auch ihre Beziehung zu den Eltern, Belohnungen und Bestrafungen, die sie erhalten hatten. „Unsere Studie zeigt, dass Kinder, die von ihren Eltern viel materielle Belohnungen erhalten, sich auch weiterhin mit materiellen Gütern belohnen werden wenn sie erwachsen sind – und das könnte problematisch werden“, so Richens.

Erwachsene würden ihre Kinder häufig verwöhnen, sie mit materiellen Dingen belohnen, wenn gute Noten geschrieben hätten oder sie in ihrem Sport oder bei anderen Hobbys Erfolge erzielt hätten. Kinder, die so aufwachsen, würden lernen, sich selbst und ihren Wert über materielle Dinge zu definieren.

Weniger ist mehr 

Mit ihrer Studie wollen die Wissenschaftler zeigen, welche Auswirkungen die Erziehung auf das Konsumverhalten hat. Und offenbar sind es die Erwachsenen, die sich selbst über materielle Dinge definieren, die einen größeren Hang zur Spielsucht oder problematischem Spielverhalten haben. Denn auch das Glücksspiel kann dabei helfen, sich zu definieren – vor allem dann, wenn man gewinnt.

Problematisch wird es, wenn aus den Gewinnen nichts wird. Vielleicht also sollten wir schon heute einen Vorsatz für das nächste Weihnachtsgeschenk fassen: Weniger Geschenke sind mehr! Bringen wir unseren Kindern bei, sich selbst und andere wertzuschätzen – egal, ob sie nun ein iPhone besitzen oder nicht, egal ob sie regelmäßig die tollsten Reisen buchen oder nicht.

Was tun, wenn Spielleidenschaft zum Problem wird?