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Canasta Regeln

Canasta Regeln


Canasta ist ein Kartenspiel für vier Spieler, das dem Rommé nicht unähnlich ist. Es spielen jeweils zwei Spieler gegeneinander und das Spiel vereint Kartenglück und strategisches Vermögen.

Wir erklären hier die Regeln von Canasta für Anfänger.



Canasta Regeln

Wir wollen in diesem Artikel die Regeln von Canasta übersichtlich und umfassend erklären. Dabei beschränken wir uns der Einfachheit halber auf die Regeln des klassischen Canasta für vier Spieler.

Spielziel beim Canasta

Das Ziel beim Canasta ist es, durch geschicktes Kombinieren von Karten, alle Karten, die man auf der Hand hat, in Sets abzulegen und als erster Spieler keine Karten mehr auf der Hand zu haben.

  
  • Canasta Karten

    Canasta Karten

    Ablegen in Sets: Während beim Rommé Karten in Sets gleichwertiger Karten (etwa 9-9-9-9) oder Sequenzen (etwa 5-6-7-8) abgelegt werden können, darf man beim Canasta nur Sets gleichwertiger Karten ablegen. Diese Sets heißen beim Canasta "Meldung".

  • 12 wilde Karten: Um das Ablegen einfacher zu machen, gibt es beim Canasta gleich 12 sogenannte wilde Karten, die in Meldungen beliebigen Ranges verwendet werden können. Neben den 4 regulären Jokern sind auch alle Zweien (es gibt 8) wilde Karten.

  • Spiel in Teams: Canasta wird zu viert gespielt und je zwei Spieler sind im selben Team.

  • Spielpunkte: Eine Partie Canasta besteht in der Regel aus mehreren Spielen. In jedem Spiel bekommt man Punkte für die ausgelegten Karten und Punkte abgezogen für Karten, die man zum Ende des Spiels noch auf der Hand hat. Gewonnen hat am Ende die Partei, die als erste 5.000 Punkte erreicht. Auf diese Weise wird das Spiel weit taktischer als etwa Rommé, da man eben nicht nur ausmachen will (also alle Karten ablegen), sondern dabei möglichst viele Punkte erzielen will.

Mitspieler beim Canasta

Canasta wird mit 4 Spielern in zwei Teams gespielt. Bevor es mit dem Canasta-Spiel überhaupt los geht, zieht jeder Spieler eine Karte. Die beiden Spieler mit den höchsten Karten spielen zusammen, ebenso wie die beiden Spieler mit den niedrigsten Karten. Die zwei Mitspieler bilden jeweils eine Partei und sitzen sich gegenüber.

Häufig werden die Parteien nach Himmelsrichtungen benannt – es spielt Nord-Süd gegen Ost-West.

Canasta Karten

Canasta wird mit zwei Sets von je 52 Karten plus 4 Joker gespielt. Das heißt, beim Canasta werden insgesamt 108 Karten verwendet. Die Karten haben folgende Funktionen und Punktwerte:

Karte

Funktion

Punktwert

Ass

Natürliche Karten

20

König

Natürliche Karten

10

Dame

Natürliche Karten

10

Bube

Natürliche Karten

10

Zehn

Natürliche Karten

10

9

Natürliche Karten

10

8

Natürliche Karten

10

7

Natürliche Karten

5

6

Natürliche Karten

5

5

Natürliche Karten

5

4

Natürliche Karten

5

Rote 3

Bonus-Karten  100 

Schwarze 3

Stopp-Karten

5

2

Wilde Karten

50

Joker

Wilde Karten

50

Kartenverteilung

Vor einer Partie bekommt jeder Spieler 11 Karten, der Rest der Karten wird verdeckt als Nachziehstapel gelegt und eine Karte wird abgelegt. Diese offene Karte ist die erste Karte des Abwurfstapels. Diesem Abwurfstapel hat beim Canasta eine kritische Rolle – mehr dazu weiter unten.

Meldungen im Canasta

Ziel des Spiels im Canasta ist es – wie beim Rommé – all seine Karten abzulegen. Abgelegt werden sogenannte Meldungen.

  

Meldung

  • Eine Meldung besteht aus mindestens 3 Karten des gleichen Ranges. 

  • Eine Meldung darf maximal drei wilde Karten enthalten.

  • Eine Meldung muss mindestens genauso viele natürliche Karten wie wilde Karten enthalten.

  • Eine Meldung darf identische Karten (etwa zweimal die 7) enthalten.

  • Eine Meldung darf beliebig viele Karten enthalten.

  • Passende Karten können an die Meldungen der eigenen Partei angelegt werden.

Eine Meldung hat einen Punktwert. Dieser entspricht der Summe der Punktwerte der Karten der Meldung.

Beispiele für eine Meldung

„X“ steht für den Joker

Meldung

Punkte

9 9 9 2♠

80

5 5♠ 5♠ 5 5 2♣ X X

175

K K K♣

30

 

Einer Partei ist es nicht erlaubt, mehrere Meldungen des selben Ranges zu haben. Hat eine Partei zum Beispiel bereits 7-7-2 ausgelegt, kann sie nicht eine weitere Meldung mit 7-7-X-X separat auslegen. Sehr wohl ist es aber gestattet, an eine Meldung anzulegen. In diesem Beispiel könnte die Partei also zu der ersten Meldung anlegen und hätte dann 7-7-7-7-X-X-2. Es gilt dabei weiterhin, dass eine Meldung nicht mehr als 3 wilde Karten enthalten darf. Sehr wohl ist es jedoch gestattet (und kommt oft vor), dass man eine Meldung des selben Ranges wie die Gegenpartei hat.

  

Wichtig: Anders als etwa beim Rommé ist es nicht gestattet, gemeldete wilde Karten aufzunehmen und gegen natürliche Karten auszutauschen. Einmal gemeldete Karten verbleiben für den Rest des Spiels auf dem Tisch.

Canasta

Eine besondere Meldung ist der Canasta – das ganze Spiel wurde hiernach benannt. Ein Canasta ist eine Meldung mit mindestens sieben Karten. Für ein Canasta gibt es zusätzliche Bonus-Punkte und es gibt zwei verschiedene Canastas:

  • Natürlicher Canasta: Ein natürlicher Canasta ist eine Meldung mit mindestens sieben natürlichen Karten des selben Ranges ohne wilde Karten.

  • Gemischter Canasta: Ein gemischter Canasta ist eine Meldung mit mindestens sieben Karten mit wilden Karten (Jokern oder Zweien).
Spezielle Canasta Karten

Spezielle Canasta Karten

Die erste Meldung

Wenn eine Partei noch keine Karten ausgelegt hat – also noch keine Meldung gemacht hat, muss sie bestimmte Bedingungen für die erste Meldung erfüllen. Die erste Meldung einer Partei muss eine Minimalzahl an Punkten haben, sonst darf die Partei noch nicht rauskommen. Die Anzahl der Mindestpunkte hängt davon ab, wie viele Spielpunkte die Partei in der Partie bereits hat. Da eine Partie über mehrere Spiele geht, hängt der Mindestwert der ersten Meldung also davon ab, wie gut die Partei in der Partie steht.

Mindestpunkte für die erste Meldung

Spielpunkte

Mindestpunkte für die erste Meldung

Negativ

Kein Minimum

0 bis 1.499

50 Punkte

1.500 bis 2.999

90 Punkte

Über 3.000

120 Punkte

 

Um die Mindestpunktzahl zu erreichen, darf ein Spieler mehrere Meldungen gleichzeitig auslegen, solange jede einzelne Meldung die Bedingungen für korrekte Meldungen erfüllt. Hat eine Partei zum Beispiel 2.000 Spielpunkte, darf ein Spieler eine Erstmeldung mit K-K-K-2 (80 Punkte) und 4-4-4 (15 Punkte) für insgesamt 95 Punkte machen.

Ablauf einer Spielrunde

So läuft eine Spielrunde beim Canasta ab:

  
  •  1. Karte ziehen: Der Spieler, der an der Reihe ist, zieht eine Karte. Dazu hat er zwei Möglichkeiten:

    • Verdeckte Karte: Der Spieler zieht eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel.

    • Offene Karten: Der Spieler nimmt den gesamten offenen Abwurfstapel auf die Hand. Es gibt Regeln, wann es einem Spieler erlaubt ist, den Abwurfstapel aufzunehmen. Mehr dazu unten unter dem Punkt “Den Abwurfstapel aufnehmen”.

  •  2. Meldungen machen: Der Spieler darf Meldungen machen – Karten auslegen. Hat die Partei des Spielers noch keine eigene Erstmeldung in dem Spiel gemacht, gelten die obigen Mindestpunktzahlen für die erste Meldung. Hat die Partei des Spielern bereits Meldungen gemacht, kann der Spieler, ohne auf die Mindestpunkte zu achten, weitere Meldungen auslegen und Karten an die Meldungen der eigenen Partei anlegen.

     Wichtig: Es ist nicht gestattet, an die Meldungen der Gegenpartei anzulegen.

  •  3. Karte ablegen: Der Spieler muss eine Karte offen auf den Abwurfstapel legen. Gibt es keinen Abwurfstapel (weil der Spieler ihn in der Runde aufgenommen hat), bildet diese Karte den neuen Abwurfstapel.

Den Abwurfstapel aufnehmen

Der Abwurfstapel ist beim Canasta in der Regel sehr begehrt und kann im Optimalfall dazu verwendet weden, zahlreiche Meldungen in der Hand zu komplettieren. Ein Spieler kann sich beim Ziehen der Karten entscheiden, den gesamten Abwurfstapel aufzunehmen. Dabei gelten mehrere Regeln.

Um den Abwurfstapel aufzunehmen müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  
  • Meldung mit der obersten Karte

    Der Spieler muss mit der obersten Karte des Abwurfstapels und weiteren Karten seiner Hand eine reguläre Meldung auslegen können. Weitere Karten des Abwurfstapels dürfen für diese Meldung nicht genutzt werden. Es gelten die üblichen Regeln für die Meldung.

    Hat die Partei des Spielers bereits eine Meldung vom gleichen Rang wie die oberste Karte des Abwurfstapels, darf der Spieler diese Karte einfach anlegen und den restlichen Stapel aufnehmen.

    Hinweis: Als Spieler sollte man stets bedacht sein, keine Karte abzuwerfen, die der Gegner direkt anlegen kann, denn so schenkt man der gegnerischen Partei bedingungslos den Abwurfstapel.

  • Meldung anzeigen: Will der Spieler den Abwurfstapel aufnehmen, legt er zunächst die Karten seiner Hand offen, mit denen er die Meldung mit der obersten Karte machen will. Erst wenn er anzeigen kann, dass eine reguläre Meldung möglich ist, darf die Meldung gemacht werden und der Abwurfstapel aufgenommen werden.

  • Weitere Meldungen: Es ist dem Spieler freigestellt, weitere Meldungen zu machen, bevor er eine Karte abwirft und die Spielrunde beendet.

  • Wilde Karten und Stopper: Ist die oberste Karte auf dem Abwurfstapel ein Joker oder eine schwarze Drei (3♠ oder 3♣) ist es nicht gestattet, die den Abwurfstapel aufzunehmen.

  • Eingefrorener Abwurfstapel: Ist der Abwurfstapel eingefroren, ist es nicht gestattet, ihn aufzunehmen. Was ein eingefrorener Abwurfstapel ist, erklären wir im nächsten Abschnitt.

Eingefrorener Abwurfstapel

Man kann den Abwurfstapel einfrieren und es so sehr viel schwerer machen, dass der Stapel aufgenommen wird. Der Stapel kann auf verschiedene Weisen eingefroren werden:

  • Wilde Karten: Enthält der Abwurfstapel irgendwo ein wilde Karte (Joker oder Zweier), gilt er als eingefroren. Um dies anzuzeigen, wird die wilde Karte quer in den Stapel gelegt.

  • Rote Dreien: Rote Dreien sind Bonuskarten. Manchmal kommt es vor, dass die erste aufgedeckte Karte bei einer Partie eben eine rote Drei ist. In diesem Fall gilt der Stapel auch als eingefroren und dies wird signalisiert, indem die rote Drei quer gelegt wird.

  • Keine Erstmeldung: Der Stapel ist für die Partei eingefroren, die noch keine Erstmeldung gemacht hat.

Den Abwurfstapel auftauen

Es ist möglich, einen eingefrorenen Abwurfstapel aufzutauen und aufzunehmen. Um den Abwurfstapel aufzutauen muss der Spieler zu der obersten Karte zwei natürliche Karten auf der Hand halten und mit diesen Karten eine Meldung machen. Es ist dabei möglich, an eine bereits bestehende Meldung anzulegen. Liegt als oberste Karte zum Beispiel ein König, muss der Spieler zum Auftauen selbst zwei Könige (oder mehr) auf der Hand haben.

Beim Auftauen des Abwurfstapels gelten zusätzlich die selben Regeln wie für das normale Aufnehmen des Stapels.

  
  • Hinweis zu den Stoppern: Eine schwarze Drei friert den Abwurfstapel nicht ein, sie verhindert nur, dass Abwurfstapel in der nächsten Runde aufgenommen wird. Nachdem eine weitere Karte auf die schwarze Drei gelegt wurde, ist die Wirkung des Stoppers verflogen.

  • Hinweis zu wilden Karten: Es ist unmöglich, einen Abwurfstapel aufzutauen, wenn eine wilde Karte ganz oben liegt. Der Abwurfstapel ist in diesem Fall gesperrt und kann erst aufgetaut werden, wenn weitere Karten abgeworfen wurden.

Das Einfrieren des Abwurfstapels sorgt insbesondere dafür, dass die gegnerische Partei nicht mehr einfach so abgeworfene Karten anlegen kann und so den Abwurfstapel ohne Mühen aufnehmen kann.

Auftauen bei der Erstmeldung

Prinzipiell ist der Abwurfstapel für jede Partei eingefroren, wenn sie noch keine Erstmeldung gemacht hat. Es ist jedoch möglich, mit dem Auftauen des Stapels gleichzeitig eine Erstmeldung zu machen. Dabei gelten die obigen Mindestpunktzahlen für die Erstmeldung.

Hier muss darauf geachtet werden, dass für die Erstmeldung nur die oberste Karte des Stapels und Handkarten verwendet werden dürfen. Die weiteren Karten des Abwurfstapels zählen nicht zu den Punkten für die Erstmeldung.

Dreien im Canasta

Den Dreien kommt beim Canasta eine besondere Stellung zu und die Karten werden nicht wie normale Karte behandelt.

3 

Rote Dreien

Rote Dreien sind reine Bonus-Karten.

  • Ziehen einer roten Drei: Sobald ein Spieler eine rote Drei zieht, muss er diese offen auf dem Tisch platzieren und eine Karte nachziehen.

  • Rote Drei in der Starthand: Auch eine rote Drei in der Starthand eines Spielers muss von dem Spieler sofort angezeigt werden und er erhält dafür eine neue Karte.

  • Punktwert: Rote Dreien haben einen Punktwert von 100 pro Karte, zählen aber nicht als Meldung, wenn es um die Punktwerte der Erstmeldung geht. Auch zählen rote Dreien nicht gegen ein mögliches verdecktes Ausmachen (mehr dazu später mehr).

Hat eine Partei das Glück, alle roten Dreien zu ziehen, gibt es sogar 200 Punkte pro roter Drei.

3 

Schwarze Dreien

Schwarze Dreien sind in allererste Linie Stopper, die den Abwurfstapel für den nächsten Spieler unzugänglich machen.

  • Abwurfstapel versiegeln: Eine schwarze Drei macht es dem nächsten Spieler in jdem Fall unmöglich, den Abwurfstapel aufzunehmen. Eine schwarze Drei friert den Stapel jedoch nicht ein. Schon der nächste Spieler kann den Stapel ganz normal aufnehmen (wenn er nicht durch eine andere Bedingung eingefroren ist).

  • Schwarze Dreien melden: Es ist im Allgemeinen nicht möglich, schwarze Dreien als Meldung abzulegen. Es gibt hier jedoch eine Ausnahme. Wenn ein Spieler ausmacht, darf er in seiner letzten Meldung jedoch eine Gruppe von drei oder vier schwarzen Dreien melden. Joker dürfen in dieser Meldung jedoch nicht verwendet werden.

Ausmachen beim Canasta – Alle Karten ablegen

Ein Canasta-Spiel endet, sobald der erste Spieler ausmacht. Ausmachen bedeutet, alle seine Karten abzulegen. Um ausmachen zu dürfen, muss eine Partei mindestens ein Canasta (also eine Meldung mit mindestens sieben Karten) gemacht haben.

  
  • Alle Karten ablegen: Beim Ausmachen legt man entweder all seine Karten in Meldungen ab, oder legt alle bis auf eine Karte ab. Diese letzte Karte wirft man dann am Ende des Spielzugs ab.

  • Ein Spieler für die Partei: Es macht stets nur ein Spieler aus. Sobald der erste Spieler ausgemacht hat, endet das Spiel. Es ist nicht nötig, dass beide Spieler einer Partei alle Karten ablegen.

  • Canasta ist Pflicht: Es ist einem Spieler nicht gestattet auszumachen, wenn seine Partei noch keinen Canasta gemeldet hat. In diesem Fall müssen beide Spieler der Partei so spielen, dass sie zum Ende ihres Spielzugs (also nach dem Abwerfen einer Karte auf den Abwurfstapel) noch mindestens eine Karte auf der Hand halten.
  

Hinweis: Anders als etwa beim Rommé ist es beim Canasta häufig nicht richtig, auszumachen, sobald man die Möglichkeit dazu hat. Die Karten die der Mitspieler auf der Hand hält werden bei der Abrechnung gegen die eigene Partei gezählt und möglicherweise kann dieser noch eine substantielle Menge Punkte melden.

Es ist gestattet, den Mitspieler zu fragen, ob man ausmachen darf. Dafür darf ein Spieler nach dem Aufnehmen einer Karte (oder der Aufnahme des Abwurfstapels) seinen Mitspieler fragen: “Darf ich ausmachen?”. Der Partner muss mit “Ja” oder “Nein” antworten und die Antwort ist bindend. Natürlich muss man eine solche Frage nicht stellen, sondern kann eigenständig entscheiden, ob man ausmachen will oder nicht.

Verdecktes Ausmachen

Es ist einem Spieler möglich auszumachen, ohne vorher eine eigene Meldung gemacht zu haben. Dies nennt man „verdecktes Ausmachen“ und es bringt Bonuspunkte. Allerdings müssen für das verdeckte Ausmachen ein paar Regeln erfüllt sein:

  
  • Keine eigene Meldung: Der Spieler darf noch nicht selbst gemeldet haben. Es ist jedoch egal, ob der Mitspieler schon gemeldet hat oder nicht.

  • Canasta: Der Spieler muss mindestens einen eigenen Canasta ablegen - unabhängig davon, ob der Mitspieler schon einen Canasta gelegt hat.

  • Nur eigene Meldungen: Der Spieler darf nicht an Meldungen des Mitspielers anlegen.

  • Bonus: Für das verdeckte Ausmachen gibt es 100 Bonuspunkte.

Alle Karten aufgebraucht – Ende ohne Ausmachen

Es kann beim Canasta passieren, dass alle Karten im Nachziehstapel verbraucht werden, ohne dass eine Partei ausgemacht hat. Das Spiel kann auch ohne Nachziehstapel noch ein wenig weitergehen. So lange die Spieler den Abwurfstapel aufnehmen können und sich entscheiden, dies zu tun, geht das Spiel weiter. Dabei gelten die obigen Regeln für die Aufnahme des Abwurfstapels. Sobald ein Spieler den Abwurfstapel nicht aufnehmen kann (oder dies nicht will), endet das Spiel, ohne dass ein Spieler ausgemacht hat.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die letzte Karte im Nachziehstapel eine rote Drei ist, endet das Spiel sofort, da keine Karte zum Nachziehen im Stapel ist. Der Spieler darf keine Meldungen machen und keine Karte abwerfen.

Abrechnung beim Canasta

Wenn das Spiel beendet ist – entweder weil ein Spieler ausgemacht hat oder weil die Karten des Nachziehstapels verbaucht sind – wird abgerechnet. Dabei werden auf folgende Art und Weise Punkte vergeben:

Punkte für Kartenwerte

   

Ausgelegte Meldungen einer Partei

Summe der Punktwerte der gelegten Karten

Karten in den Händen einer Partei

Punktwerte der Karten werden abgezogen

 

 

Bonuspunkte 

 

 

Ausmachen

100

Verdecktes Ausmachen

+ 100

Natürlicher Canasta

500

Gemischter Canasta

300

Für jede rote Drei

100

Für alle vier rote Dreien

+ 400

 

  • Strafe für rote Dreien ohne Meldung: Hat eine Partei keine Meldung gemacht, werden die roten Dreien dieser Partei mit 100 Minuspunkten berechnet. Sollte diese Partei alle vier roten Dreien haben, werden 800 Minuspunkte berechnet.

Die Bonuspunkte für einen Canasta werden zu den Kartenwerten addiert. Ein 7-7-7-7-7-2-2 Canasta ist also 425 Punkte wert – 125 für die Kartenwerte und 300 Bonuspunkte für den gemischten Canasta.

Nach der Abrechnung werden die Punkte notiert und das nächste Spiel wird gegeben. Es wird so lange gespielt, bis eine Partei mindestens 5.000 Punkte hat.